Erektile Dysfunktion

09. September 2026

Stress am Arbeitsplatz ist schlecht für die Erektion

Psychischer Stress am Arbeitsplatz kann bei jungen Männern die erektile Funktion beeinträchtigen, indem er bestimmte Stressverarbeitungswege im Gehirn beeinflusst und den Testosteronspiegel senkt.

In der Studie mit 826 vollzeitbeschäftigten Männern im Alter von 22 bis 40 Jahren untersuchten die Forschenden fünf Dimensionen, die den psychischen Stress am Arbeitsplatz beeinflussen können: Arbeitszeit, Entscheidungsspielraum, Unterstützung durch Vorgesetzte, Beziehungen zu Kolleginnen und Kollegen sowie der Druck, befördert zu werden. Außerdem wurden die erektile Funktion sowie die Werte von Serumkortisol, Testosteron und anderen Hormonen erfasst.

Es wurde ein Dosis-Wirkungs-Zusammenhang zwischen dem Stress am Arbeitsplatz und der erektilen Funktion festgestellt. In der Gruppe mit hoher Stressbelastung lag die Häufigkeit einer erektilen Dysfunktion bei 54,37 %. Im Vergleich zur Gruppe mit geringer Stressbelastung war die Wahrscheinlichkeit einer erektilen Dysfunktion zehnmal höher. Ein Anstieg des Kortisolspiegels ging einem Abfall des Testosteronspiegels um 2 bis 4 Wochen voraus, während Veränderungen des Testosteronspiegels 4 bis 6 Wochen vor einer Beeinträchtigung der erektilen Funktion auftraten. Dies deutet auf ein Interventionsfenster von 6 bis 10 Wochen hin.

Längere Arbeitszeiten beeinträchtigten die erektile Funktion über einen erhöhten Kortisolspiegel, während die Unterstützung durch Vorgesetzte eine schützende Wirkung hatte, indem sie zur Aufrechterhaltung des Testosteronspiegels beitrug.



DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • Lenacapavir

    28. September 2026: Weiterer Wirkmechanismus entdeckt weiter

  • CAB/RPV-LA

    24. September 2026: LATA-Studie publiziert weiter

  • PrEP

    24. September 2026: Lizenzverträge für Lenacapavir einmal jährlich für 120 Länder weiter

  • Phagentherapie

    23. September 2026: Deutsche Leitlinie setzt Standards weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • Notaufnahme

    23. September 2026: 75% der Mitarbeiter*innen haben im letzten Jahr Gewalt erlebt weiter

  • Epidemiologie

    23. September 2026: Einfluss des Menschen auf Ausbrüche neuer Infektionskrankheiten weiter

  • Nicht-tuberkulöse Mycobakteriose

    21. September 2026: Neuer Test ist schnell und genau weiter

  • MTCT

    21. September 2026: TORCH-Infektion in der Schwangerschaft erhöht Risiko für Autismus weiter

  • Analkarzinom

    20. September 2026: Drei Viertel der hochgradigen Krebsvorstufen bilden sich spontan zurück weiter

  • Adenovirus

    20. September 2026: Ursache einer Thrombose nach viralem Infekt weiter

  • Malaria

    17. September 2026: Verdacht auf autochtone Übertragung in Frankfurt weiter

  • Antimikrobielle Resistenz

    16. September 2026: Antibiotikaverbrauch in Krankenhäuser unverändert weiter

  • Phagen

    16. September 2026: Prävention mit Phagen weiter

  • Infektionsgeschehen

    15. September 2026: Aktuell in Deutschland weiter

  • Epi Alert

    15. September 2026: Aktuelle Ausbrüche weltweit weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.