PI-Monotherapie nicht für Patienten mit CD4-Nadir <200/µl

Montreal, 11. Februar 2009

21% der Patienten, die von einem gut funktionierendem Regime auf eine Lopinavir/r-Monotherapie umgestellt wurden, entwickelten innerhalb von 24 Wochen ein virologisches Versagen. Alle diese Patienten hatten einen CD4-Nadir <200/µl.

In der MOST-Studie wurden Patienten mit einer Viruslast unter der Nachweisgrenze für mehr als sechs Monate (im Schnitt vier Jahre) entweder mit ihrem ursprünglichen Regime weiterbehandelt oder auf eine Lopinavir/r-Monotherapie umgestellt. 75% hatten eine PI-basierte, ein Viertel eine NNRTI-basierte HAART. Die Studie wurde vorzeitig beendet, da mehr als 10% ein virologisches Versagen entwickelten.

In der Gruppe mit der fortgeführten Therapie blieb die Viruslast bei allen Patienten unter der Nachweisgrenze. In der Monotherapie-Gruppe dagegen kam es bei 6/29 Patienten (21%) innerhalb der ersten 24 Wochen zum virologischen Versagen. Alle sechs Patienten hatten einen CD4-Nadir von <200/µl. Zwei Patienten hatten trotz der Angabe einer guten Adhärenz kaum nachweisbare Lopinavir-Spiegel im Blut. Die übrigen vier hatten normale Lopinavir-Spiegel.

Der CD4-Nadir war der einzige Parameter, der mit dem Therapieversagen assoziiert war. Er lag bei diesen Patienten bei 77/µl im Vergleich zu 166/µl bei den Patienten mit einer Viruslast weiterhin unter der Nachweisgrenze.


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