Tuberkulose
04. Mai 2026
Point-of-care Diagnose durch Abstrich
Mit dem Verfahren können TB-Bakterien
(Mycobacterium tuberculosis) über
einen Zungenabstrich, direkt am Ort der Probennahme und in weniger
als 35
Minuten nachgewiesen werden. Für die Diagnostik kommen zwei mobile
Geräte zum
Einsatz: In einem werden die Bakterien aus dem Abstrich für die
weitere Analyse
aufgelöst. Das zweite Gerät wertet die Probe durch PCR aus und
zeigt über
Kontrollleuchten an, ob sie „positiv“ oder „negativ“ ist.
In einer Studie an 1.380 Personen mit Verdacht auf
Lungentuberkulose in
ambulanten Zentren zeigte sich, dass der Tuberkulose-Nachweis per
Zungenabstrich vier von fünf Erkrankten korrekt identifizierte
(Sensitivität
von 80 Prozent) und nur bei 0,5 Prozent der Untersuchten falsch
positiv ausfiel
(Spezifität von 99,5 Prozent). Ähnliche Werte ergaben sich für die
Untersuchung
von Sputum mit dem neuen Verfahren. Insgesamt sind diese
Ergebnisse
vergleichbar mit denen einer Goldstandard-TB-Diagnostik, bei der
abgehustetes
Sekret im Labor untersucht wird.
Die World Health Organization (WHO) hat das Verfahren als ersten
„Near-Point-of-Care-Test“ für Tuberkulose empfohlen. Aktuell wird
die
Pilotanwendung in verschiedenen Ländern mit hoher TB-Belastung
vorbereitet.
Yerlikaya S, Masuzyo C, Adije B et al. (2026)
Pulmonary
Tuberculosis Detection with MiniDock MTB Using Swab Samples.
New
England
Journal of Medicine 394(17), 1710–1722, https://doi.org/10.1056/NEJMoa2509761
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