West Nil-Fieber (WNF)

22. Juni 2026

In den letzten 6 Jahren wurden mehrere autochthone WNV-Infektionen dokumentiert. Mit einer weiteren Ausbreitung des Erregers ist zu rechnen.

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Betroffene Land- und Stadt­kreise, in denen WNV-Infektionen bei Vögeln und Pferden (Daten des Friedrich-Loeffler-Instituts, FLI) nachgewiesen wurden,sowie die Wohnortkreise der WNV-Infektionen bei Menschen zwischen 2018 und 2025.

Seit 2019 wurden jedes Jahr zwischen 4 und 35 autochthone WNV-Infektionen identifiziert, im Jahr 2025 waren es 4 Fälle. Unter den WNV-Infektionen im Jahr 2025 hatten 3 Personen einen neuroinvasiven Verlauf (Enzephalitis/Meningitis), eine weitere Infektion wurde im Rahmen der Blutspende entdeckt. Die Übertragungssaison erstreckte sich in den letzten Jahren von Juli bis Ende September.

In Teilen von Brandenburg, Berlin, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen kam es seit 2019 regelmäßig zu autochthonen mückenübertragenen menschlichen WNV-Infektionen, so dass man hier von Endemiegebieten sprechen kann. Im Jahr 2024 kam es erstmals im Nordwesten, in Teilen von Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein, zu Erkrankungsfällen. Im Jahr 2025 wurden dort keine menschlichen Fälle registriert, und gemäß den Daten des FLI auch nur ein Im Jahr 2026 gab es bisher noch keinen solchen Fall. infizierter Vogel identifiziert. Dafür wurde im Jahr 2025 erstmals ein autochthoner menschlicher WNV-Fall, vermutlich durch Stechmücken infiziert, in Bayern übermittelt. Im Jahr 2026 wurde noch kein Fall gemeldet.

Die Gebiete mit WNV-Nachweisen bei Vögeln oder Pferden gehen über die Gebiete mit menschlichen Fällen hinaus und sagen vermutlich Gebiete mit zukünftiger Übertragung auf Menschen voraus.

Man muss im Jahr 2026 und in den nächsten Jahren grundsätzlich mit einer Ausweitung der Gebiete mit WNV-Vorkommen rechnen, sowohl eine schrittweise Vergrößerung des momentanen Endemiegebiets als auch das plötzliche Vordringen in ganz neue Regionen sind möglich.


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