DGIDer KIT 2021 – ein virtueller Kongress mit vielen Begegnungen

Statt im Juni 2020 als Präsenzveranstaltung fand der 15. Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin im Juni 2021 statt – als rein virtueller Kongress mit vielen spannenden Themen und Diskussionen. Die Erfahrungen des neuartigen Formats werden sich bei den zukünftigen KIT positiv auswirken.

KIT LogoVom 16.-19. Juni 2021 fand der 15. Kongress für Infektions- und Tropenkrankheiten (KIT) rein virtuell statt. Ursprünglich sollte er im Juni 2020 in Mannheim stattfinden, aber kurzfristig war damals in der Pandemie ein digitales Format nicht zu verwirklichen. Im Winter 2020/21 entschieden dann die Veranstalter – die deutschen Gesellschaften für Infektiologie (DGI), pädiatrische Infektiologie (DGPI) und Tropen-, Reisemedizin und globale Gesundheit(DTG) – den Kongress zum ersten Mal vollständig digital auszurichten. Ein Präsenz- oder Hybridkongress war damals mit zu viel Unsicherheiten behaftet.

Ein spannender Kongress

Sowohl für die Veranstalter, Kongressorganisationen, Referenten, Sponsoren und Besucher war das digitale Format ein Novum, das mit Spannung und vielen offenen Fragen erwartet wurde. Am Schluss waren sich alle einig: Ja, es fehlte der direkte Austausch und die persönliche Begegnung, aber alle hatten nicht nur das Beste aus der Situation gemacht, sondern auch einen sehr guten Kongress erlebt, thematisch und organisatorisch.

Das für 2020 geplante Themenspektrum mit einem Fokus auf der digitalen Infektionsmedizin wurde erweitert. COVID-19 war nun ein zentrales Thema des Kongresses – von pädiatrischen Infektionen über alle klinischen
Aspekte bis hin zu den Problemen in Ländern mit geringen Ressourcen.

Screenshot

Lebhafte Diskussionen

Der Kongress begann jeweils am Mittag (ohne Präsenz mussten fast alle Besucher den beruflichen Alltag weiter bewältigen) und zog sich dann in den Abend hinein. In fünf parallelen virtuellen Räumen wurden die 67 Veranstaltungen gestreamt. Auch die fast 100 Posterbeiträge wurden digital präsentiert und diskutiert. Dank des hohen technischen Aufwands und des Einsatzes der Moderatoren waren alle Diskussionen sehr lebhaft. Die Option, Sessions oder Vorträge im Nachhinein nachzuholen oder zu wiederholen wurde extrem positiv aufgenommen. Der Wunsch, dieses für zukünftige Präsenzkongresse ähnlich zu gestalten, wurde oft geäußert.

Viele Zugriffe

Mehr als 1.300 Teilnehmer wurden registriert, die Webseite des Kongresses wurde fast 7.000 mal besucht, auch mit einem hohen Anteil internationaler Besucher. Die Teilnehmerzahl bei den einzelnen Veranstaltungen war im Durchschnitt höher als bei früheren Präsenzveranstaltungen, auch bei den Satellitensymposien der Sponsoren. Zusätzlich fanden nach dem Kongress noch viele Zugriffe auf das Internetportal statt und die Presse berichtete mehrfach, so dass alle auch mit der Breitenwirkung des Kongresses zufrieden waren.

Kit 2023

Für 2023 wird der 16. KIT in Leipzig geplant. Wir hoffen auf eine Präsenzveranstaltung und nehmen dafür viele neue Erfahrungen aus dem diesjährigen KIT mit und auf.




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