CROI 2023 
Spritzen-ART für schwierige Gruppen
Seattle, 21.02.2023
In San Francisco wurden in Rahmen einer vom amerikanischen NIH geförderten Studie 133 Menschen mit instabiler Wohnungssituation (58%), Drogenabhängige (33%) sowie Menschen mit psychiatrischen Erkrankungen (38%) mit Cabotegravir+Rilpivirin LA behandelt. 43% waren nicht supprimiert und 57% waren erfolgreich behandelt.
Der
Gesundheitszustand der Teilnehmer wurde alle zwei Wochen
dokumentiert. Alle Teilnehmenden wurden regelmäßig kontaktiert und
an den Spritzentermin erinnert. 74% der Injektionen wurden im
vorgesehenen Zeitfenster verabreicht.
CAB+RLV-LA
bei Virämie
Alle supprimierten
Teilnehmenden waren auch weiterhin supprimiert. Bei den virämischen
Personen wurde in zwei Fällen ein virologisches Versagen beobachtet.
Die Viruslast war innerhalb von 4 Wochen nicht um mindestens 2log
abgefallen. Beide Personen hatten initial eine Resistenzmutation und
nach den Spritzen weitere Mutationen im NNRTI-bzw. INSTI-Bereich.
Die Rate an
virologischem Versagen lag damit bei 1,5% und ist damit – so die
Autorin Monica Gandhi – mit der in den Studien FLAIR und ATLAS
beschrieben Rate vergleichbar. Gleichzeitig betonte sie, dass
hochvirämische Patienten selbst wenn nur eine NNRTI- oder
INSTI-Mutationen vorliegt, nicht mit CAB+RLV-LA behandelt werden
sollten.
M
Gandhi, et al.
High Virologic Suppression Rates on Long-Acting ART in
a Safety-Net Clinical Population.
CROI 2023, Seattle, Abstract 518
Chen
Wanyi et al:
PROJECTED
BENEFITS OF LONG-ACTING ART IN PWH WITH VIREMIA DESPITE
PRESCRIBED ORAL ART.
CROI
2023, Seattle, Abstract 517
CROI 2023
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