Integrasehemmer Dolutegravir : SPRING-1

Rom, 19.7. 2011

Bei therapienaiven Patienten hatte Dolutegravir eine vergleichbare virologische Wirkung wie Efavirenz, wobei die Viruslast bei der großen Mehrzahl der Patienten unter dem neuen Integrasehemmer bereits nach 12 Wochen unter der Nachweisgrenze lag.

In der Phase-2b-Studie wurde Dolutegravir  10, 25 und 50 mg mit Efavirenz 600 mg jeweils in Kombination mit zwei NRTI an 205 HIV-Patienten geprüft. Die mittlere CD4-Zahl lag bei 325/µl, Die Viruslast bei rund 25.000 Kopien/ml. 86% waren Männer und 21% hatten eine Viruslast <100.000 Kopien/ml.

Ergebnisse

Nach 48 Wochen hatten etwa gleich viele Patienten unter Dolutegravir vs Efavirenz eine Viruslast <50 Kopien/ml (91%, 88%, 90% vs. 82%) und gleich viele unter Dolutegravir 50 mg vs Efavirenz eine Viruslast <2 Kopien/ml (53% vs 60%). Signifikant mehr Patienten unter Dolutegravir errreichten die Grenze von <50 Kopien/ml bereits nach 12 Wochen. Integrasehemmer-Mutationen wurden nicht beobachtet. Bei einem Patienten unter Dolutegravir 10 mg wurde eine M184V nachgewiesen.

 --

 --

Der rasche Abfall hatte keinen Einfluss auf die immunologische Erholung. Die CD4-Zahl stieg unter Dolutegravir  nurmerisch stärker an, die Differenz war jedoch nicht statistisch signifikant (231 vs 174/µl).

Verträglichkeit und Pharmakologie

Die Verträglichkeit von Dolutegravir war sehr gut. Beobachtet wurde lediglich ein minimaler Anstieg des Kreatinins im Serum um bis zu 0,15 mmol/dl, der nicht progredient war und auf die Hemmung von renaler Transporter für die tubuläre Sekretion von Kreatinin zurückgeht. Die glumeruläre Filtrationsrate war nicht beeinträchtigt. Das Lipidprofil wurde von Dolutegravir ebenfalls nicht beeinflusst.

Die Plamakonzentration des Integrasehemmers zeigte nur wenig Variabilität, die AUC korrelierte mit der Dosis. Dolutegravir muss nicht geboostert werden und wird einmal täglich gegeben.


DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • BIC/FTC/TAF in der HIV-Therapie

    30. Januar 2026: BICSTaR-Studie: Langzeitwirksamkeit im klinischen Alltag weiter

  • Chlamydien

    30. Januar 2026: Inanspruchnahme des Screenings erhöhen weiter

  • MERS

    29. Januar 2026: Impfstoffkandidat zeigt langanhaltende Immunantwort weiter

  • Nipah-Virus

    29. Januar 2026: Keine Gefahr für Europa weiter

  • HIV

    29. Januar 2026: Welche Jugendliche mit HIV profitieren von Vitamin D/Kalzium-Gabe? weiter

  • Respiratorische Viren

    29. Januar 2026: Aktuelles Infektionsgeschehen weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • Doravirin

    28. Januar 2026: Was ist bei Doravirin anders? Video: Doravirin kurz erklärt weiter

  • Nachruf

    27. Januar 2026: Prof. Dr. Oliver Keppler weiter

  • Depot-Penicillin

    27. Januar 2026: Versorgungsmangel bei Benzylpenicillin-Benzathin weiter

  • Antibiotika

    23. Januar 2026: Trends in Deutschland 2010 – 2024 weiter

  • Sexuelle Gewalt

    23. Januar 2026: Neue Leitlinie zur Versorgung weiter

  • Appendizitis

    22. Januar 2026: Antibiotika bei unkomplizierter Appendizitis weiter

  • Impfempfehlungen

    22. Januar 2026: Übersicht zu relevanten Änderungen 2025 weiter

  • IAS 2027

    22. Januar 2026: Die 14. IAS-Konferenz wird in Genf stattfinden. weiter

  • Andmore

    22. Januar 2026: Penisgröße beeinflusst Attraktivität weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.