IAS 2011 Logo Internationaler Aids-Kongress in Rom 17-20 Juli, 2011

Wie gewohnt wird live vom Kongress der Internationalen Aids-Gesellschaft in Rom berichten. Die Tagung ist mehr wissenschaftlich ausgerichtet als der WeltAidsKongress, wird aber sicher auch einige politische Akzente setzen.


Interviews

Prof. Jan van Lunzen, UKE HamburgProf. Jan van Lunzen, UKE Hamburg

Auf dem Weg zur Heilung

Heilung ist eines der wichtigsten Themen auf der 6. IAS-Konferenz. Prof. Jan von Lunzen erläutert welche Ziele mit welchen Ansätze verfolgt werden und wann wir die Heilung endlich haben werden.


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Prof. Jürgen Rockstroh, BonnProf. Jürgen Rockstroh, Bonn

HCV-Proteasehemmer bei HIV/HCV-Koinfektion

Tipps für den Einsatz in der Praxis

Die HCV-Proteasehemmer Boceprevir und Telaprevir werden in wenigen Wochen in den Apotheken zur Verfügung stehen. Sie sind für den Einsatz bei HIV/HCV-Koinfektion noch nicht zugelassen. Dem gegenüber stehen viele HIV-Patienten, die dringend eine HCV-Therpie brauchen.


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Elvitegravir vs. Raltegravir bei vorbehandelten Patienten

Der geboosterte Integrasehemmer Elvitegravir war in einer Phase-3-Studie bei vorbehandelten Patienten genauso wirksam wie Raltegravir. weiter

Tenofovir erhöht das Risiko für Nierenschäden

In der französischen Kohorte ANRS CO3 Aquitaine erhöhte Tenofovir alleine sowie in Kombination mit Proteasehemmern das Risiko für eine chronische Nierenerkrankung.weiter

HIV und Knochen

Knochenfrakturen bei HIV-Patienten nehmen zu. Welche Rolle dabei HIV-Medikamente dabei im Vergleich zu klassischen Risikofaktoren spielen, ist unklar. Kohortendaten sind schwierig zu bewerten. weiter

Akute HIV-Infektion: Was bringt die Therapie?

In der randomisierten Studie SPARTAC zeigte die frühzeitige Behandlung der primären HIV-Infektionen keinen zusätzlichen Nutzen.  weiter

Neurokognitive Störung: Rückschlag für CPE-Score

Der CPE-Score, der antiretrovirale Substanzen gemäß ihrem Einfluss auf das ZNS klassifiziert, korrelierte in einer Kohorten-Analyse nicht mit der neuropsychologischen Funktion. weiter

Vielversprechend: Maraviroc OD

In einer kleinen Pilotstudie war die duale Therapie mit Maraviroc 150 mg einmal täglich in Kombination mit einem geboosterten Proteasehemmer gut wirksam. weiter

Lersivirin vs Efavirenz

Der neue NNRTI Lersivirin, der auch bei einigen NRTI-Mutationen wirkt, scheint besser verträglich zu sein als Efavirenz. Hinsichtlich der Wirksamkeit bei therapienaiven Patienten blieben jedoch Fragen offen. weiter

Integrasehemmer Dolutegravir : SPRING-1

Bei therapienaiven Patienten hatte Dolutegravir eine vergleichbare virologische Wirkung wie Efavirenz, wobei die Viruslast bei der großen Mehrzahl der Patienten unter dem neuen Integrasehemmer bereits nach 12 Wochen unter der Nachweisgrenze lag. weiter

Nutzen der frühen Therapie

Ein früher Therapiebeginn bei 350-550 CD4-Zellen/µl senkt die Rate schwerer Infektionen um rund 40%. In der Studie HTPN 052, die in Entwicklungsländern durchgeführt wurde, wurde bei 1763 Patienten auch der Effekt des frühen Therapiebeginns untersucht. weiter

HPTN 052: Therapie ist Prävention

Das Transmissionsrisiko für den HIV-negativen Partner sinkt um 96% wenn der HIV-positive Partner früh, das heißt  bei einer CD4-Zellzahl von 350-550 Zellen/μl, behandelt wird. weiter


Orale PrEP wirkt auch bei Heterosexuellen

Zwei kontrollierte Studien belegen, dass die präventive Einnahme von Tenofovir auch bei heterosexuellen Paaren das Risiko einer HIV-Infektion drastisch senkt.

Partner-PrEP-Studie: Orale PrEP funktioniert auch bei  heterosexuellen Paaren

In der randomiserten, plazebo-kontrollierten, doppelblinden Studie Partner PrEP verhinderte die medikamentöse Präexpositionsprophylaxe mit Tenofovir bzw. Tenofovir/Emtricitabin Transmissionen bei diskordanten heterosexuellen Paaren um bis zu 73%. weiter

TDF2: Orale PrEP wirkt auch bei heterosexuellen Paaren

Auch in einer zweiten randomisierten, plazebokontrollierten, doppelblinden Studie  - TDF2 - sank das Risiko einer HIV-Transmission bei heterosexuellen, diskordanten Paaren unter Tenofovir/Emtricitabin um bis zu 78%.weiter

Viele offene Fragen zur PrEP:

  • Wie ist „Partnerschaft“ definiert? Müssen Partner zusammen leben? Nur zusammen Sex haben und wie oft?
  • Wer soll/kann eine orale PrEP erhalten? Alle, die es wollen? Nur Hochrisiko-Gruppen?
  • Heißt die Botschaft jetzt Tabletten statt Kondome?
  • Wie soll man HIV-Infizierten erklären, dass sie keinen Zugang zu HIV-Medikamenten haben, dass aber HIV-negative Personen diese Medikamente als Prävention erhalten?
  • Wäre es nicht besser, alle HIV-Infizierten zu behandeln, wenn Therapie Prävention?
  • Wer soll die PrEP verordnen?
  • PrEP nur mit HIV-Test? Wie oft testen?



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