IAS 2011 
Tenofovir
erhöht das Risiko für Nierenschäden
Rom, 19.7. 2011
In
der
französischen Kohorte ANRS CO3 Aquitaine erhöhte Tenofovir
alleine sowie in
Kombination mit Proteasehemmern das Risiko für eine chronische
Nierenerkrankung.
Ausgewertet wurden die Daten von 9.692
Patienten bei einer
mittleren Beobachtungsdauer von 3,4 Jahren. In dieser Zeit
entwickelten 86
Patienten einen chronischen Nierenschaden. Die Inidenz lag bei
10,1 pro 1000
Personenjahren.
Hauptrisikofaktor
war
eine bereits eingeschränkte Nierenfunktion (60-70
mL/min/1.73 m2).
Weitere Risikofaktoren waren weibliches Geschlecht, Alter,
Diabetes,
Hyperlipidämie und eine niedrige CD4-Zahl. Unabhängig davon
erhöhte Tenofovir
das Risiko allein und noch mehr in Kombination mit geboosterten
Proteasehemmern.
96% der Patienten, bei denen es zum chronischen
Schaden
gekommen war, hatten eine eingeschränkte Nierenfunktion zu Beginn
und 90%
hatten mindestens drei weitere klassische Risikofaktoren.
Morlat P, Vivot A, Dauchy F, et al.
Antiretroviral drugs and
incidence of chronic kidney disease, ANRS CO3 Aquitaine cohort
(2004-2008).
Program and abstracts of the 6th IAS Conference on HIV
Pathogenesis, Treatment
and Prevention; July 17-20, 2011; Rome. Abstract WEPDB0104.
IAS 2011
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