COVID-19

10. März 2020

DGI fordert rasches und konsequenteres Handeln

Regensburg/Berlin, März 2020 – In Anbetracht der steigenden Infektionszahlen mit dem neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 unterstützen die Experten der Deutschen Gesellschaft für Infektiologie (DGI) ausdrücklich die Empfehlungen von Jens Spahn, Großveranstaltungen in Deutschland abzusagen. Zudem plädieren die Experten der DGI dafür, dass die Behörden rasch über weitere Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens beraten. Konsequentes und rasches Handeln sei nun erforderlich, um das Infektionsgeschehen zu verlangsamen und das Gesundheitssystem zu entlasten, so die Experten der DGI.

„Mit Sorge betrachten wir momentan die Situation in Italien, wo trotz umfassender Maßnahmen und intensiver Bemühungen der im Gesundheitswesen Tätigen, die Infektionszahlen und Todesfälle derzeit weiter zunehmen und das Gesundheitssystem massiv unter Druck gerät“, sagt Professor Dr. med. Bernd Salzberger, Leiter der Infektiologie am Universitätsklinikum Regensburg und Vorsitzender der DGI. Italien meldet aktuell 9172 Infektionen und 464 Todesfälle (Stand 10.3.2020).

Um eine ähnliche Entwicklung in Deutschland zu verhindern, müsse hierzulande nun rascher und konsequenter gehandelt werden: So ruft die DGI dazu auf – anknüpfend an die Empfehlungen von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn – Großveranstaltungen generell deutschlandweit abzusagen. Dies geschehe derzeit noch zu zögerlich, aktuell fänden bundesweit beispielsweise noch immer Sport- oder Kulturveranstaltungen mit mehreren tausenden Zuschauern statt, so die Experten der Fachgesellschaft. Zudem sollten die zuständigen örtlichen Gesundheitsbehörden über weitere, regional sinnvolle Maßnahmen zur Eindämmung beraten und diese entschieden umsetzen.

In Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) aktuell 1139 Infektionen mit SARS-CoV-2 registriert, zwei Personen sind verstorben (Stand 9.3.2020). Aktuell schätzt das RKI die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland insgesamt als mäßig ein. Diese Gefährdung variiere aber von Region zu Region und sei in besonders betroffenen Gebieten höher. Die Situation ist derzeit von einer hohen Dynamik geprägt und wird daher täglich neu bewertet.

SARS-CoV-2 ist von Mensch zu Mensch übertragbar. Der Hauptübertragungsweg ist die Tröpfcheninfektion. Eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus kann zu Symptomen wie Fieber, trockenem Husten, Schnupfen und Abgeschlagenheit führen, auch über Atemprobleme, Halskratzen, Kopf- und Gliederschmerzen und Schüttelfrost wurde berichtet. Einige Betroffene leiden an Übelkeit und Durchfall.

Die Krankheitsverläufe variieren stark, von symptomlosen Verläufen bis hin zu schweren Pneumonien, die zu Lungenversagen und zum Tod führen können. Das höchste Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf und Tod haben den aktuellen Daten zufolge Menschen über 60 Jahre sowie Menschen mit Grunderkrankungen.

DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • HIV-Leitlinien

    01. November 2026: Update 2025: Die Neuerungen weiter

  • dagnä-Workshop 2026

    01. November 2026: HIV: Langfristiger Therapieerfolg weiter

  • HIV-Forschung

    01. November 2026: Meilensteine der HIV-Behandlung weiter

  • Antibiotika

    01. November 2026: Jeder vierte Amerikaner übertreibt, um Antibiotikum zu bekommen weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • MASLD

    01. November 2026: Nicht-invasive Diagnostik weiter

  • Zoologie

    27. Oktober 2026: Wie schlafen Spinnen? weiter

  • HIV-Heilung

    26. Oktober 2026: Charite eröffnet Zentrum „BeCURE“ weiter

  • Vogelgrippe

    26. Oktober 2026: STIKO empfiehlt Impfung für Personen mit hohem Kontaktrisiko weiter

  • HIV-Infektion

    26. Oktober 2026: Defekte HIV-Proviren können Langzeit-Persistenz fördern weiter

  • Herpes

    25. Oktober 2026: Pritelivir (Hovilpri®) in USA zugelassen weiter

  • S. aureus

    25. Oktober 2026: ESCMID und ISAC schlagen neue Nomenklatur für MRSA vor weiter

  • Shamonda-Virus

    24. Oktober 2026: Erstmals ein Mensch infiziert weiter

  • Hepatitis B

    22. Oktober 2026: Bepirovirsen (Hibsago®) in USA zugelassen weiter

  • Antiretrovirale Therapie

    22. Oktober 2026: Erste Erfahrungen mit LEN/CAB-LA weiter

  • HIV-Infektion

    18. Oktober 2026: Blips sind häufiger unter Proteasehemmern weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.