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06. Mai 2026
Warum viele Menschen stundenlang online spielen oder endlos durch Feeds scrollen, erklärt das I-PACE-Modell, das an der Universität Duisburg-Essen entwickelt wurde.
Drei Mechanismen treiben die problematische Nutzung an. Erstens der Wunsch, sich besser oder weniger schlecht zu fühlen („feels better“) – etwa durch Belohnung oder Ablenkung. Zweitens ein wachsender innerer Zwang, online zu gehen („must do“). Drittens eine nachlassende Fähigkeit, das Verhalten zu stoppen („can’t stop“). Diese Prozesse greifen ineinander und sagen sogar voraus, wie sich Symptome über sechs Monate entwickeln.
Für die Studie wurden 819 Teilnehmende (Durchschnittsalter etwa 27 Jahre, rund 45 Prozent Frauen) umfassend im Labor untersucht – mit klinischen Interviews, Fragebögen und computergestützten Tests (Dauer etwa fünf Stunden). Dabei reagierten sie auf bestimmte Reize und mussten andere gezielt unterdrücken. Solche Aufgaben messen Impulskontrolle objektiv und zeigen, wie stark internetbezogene Reize wirken.
Matthias Brand, Annika Brandtner, Stephanie Antons, Astrid Müller, Rudolf Stark, Naomi A. Fineberg, Marc N. Potenza, Sabine Steins-Loeber, Elisa Wegmann, Silke M. Müller,
Affective and cognitive drivers explain current and future symptoms of problematic usage of the internet,Comprehensive Psychiatry, Volume 148, 2026









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