Neue Hoffnung Molnupiravir
22. August 2021
Molnupiravir,
das ursprünglich von Merck&Co als Grippemittel entwickelt wurde,
kann einer klinischen Phase-3- Studie zufolge einem schweren COVID-19
Verlauf entgegen wirken. An der Studie nahmen 800 mit dem Coronavirus
SARS-CoV-2 infizierte Personen teil. In der Placebo-Gruppe mußten 53
im Krankenhaus behandelt werden, acht starben. In der
Molnupiravir-Gruppe gab es dagegen nur halb so viele
Krankenhaus-Einweisungen und keinen Todesfall.
Die
Molnupiravir-Tabletten (8 Tabletten täglich über 5 Tage) müssen
innerhalb der ersten fünf Tage nach Auftreten der Symptome
eingenommen werden.
Im
Gegensatz zu Remdesivir, das die virale RNA-Polymerase ausbremst,
beeinträchtigt Molnupiravir die Funktion der RNA nicht direkt.
Stattdessen verbinden sich die RNA-ähnlichen Bausteine in der
zweiten Phase mit den Bausteinen des viralen Erbguts. Wird dieses
vervielfältigt, um neue Viren zu produzieren, enthält es zahlreiche
Fehler, sogenannte Mutationen. Dadurch kann sich der Erreger nicht
mehr vermehren. Der Zwei-Phasen-Wirkmechanismus von Molnupiravir
scheint auch bei anderen RNA-Viren Mutationen auszulösen und diese
somit an einer weiteren Ausbreitung zu hindern.
Presseinformation
Universität Würzburg
https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/usa-sichern-sich-corona-medikament-von-merck-co-17380683.html
Meldungen
-
24. September 2026: LATA-Studie publiziert
-
24. September 2026: Lizenzverträge für Lenacapavir einmal jährlich für 120 Länder
-
23. September 2026: Deutsche Leitlinie setzt Standards
-
23. September 2026: 75% der Mitarbeiter*innen haben im letzten Jahr Gewalt miterlebt
-
Newletter Infection&more
online
Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.
Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.
Anmeldung hier
-
23. September 2026: Einfluss des Menschen auf Ausbrüche neuer Infektionskrankheiten
-
21. September 2026: Neuer Test ist schnell und genau
-
21. September 2026: TORCH-Infektion in der Schwangerschaft erhöht Risiko für Autismus
-
20. September 2026: Drei Viertel der hochgradigen Krebsvorstufen bilden sich spontan zurück
-
20. September 2026: Ursache einer Thrombose nach viralem Infekt
-
17. September 2026: Verdacht auf autochtone Übertragung in Frankfurt
-
16. September 2026: Antibiotikaverbrauch in Krankenhäuser unverändert
-
16. September 2026: Prävention mit Phagen
-
15. September 2026: Aktuell in Deutschland
-
15. September 2026: Aktuelle Ausbrüche weltweit
-
15. September 2026: Neue Empfehlungen von IDSA und ESCMID
Diese Website bietet aktuelle Informationen
zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion.
Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome
und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit
Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids,
Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte
mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.