Sexomnie
12. April 2026
Unter Sexomnie versteht man sexuelle Handlungen, die während des Schlafes ohne bewusste Wahrnehmung ausgeführt und später vollständig vergessen werden. Das Krankheitsbild Sexomnie bezeichnet ein Schlafphänomen, bei dem Betroffene während des Schlafs sexuelle Handlungen ausführen, ohne sich nach dem Erwachen daran zu erinnern. Medizinisch anerkannt ist das Krankheitsbild seit den frühen 2000er-Jahren. Es wird den Parasomnien zugeordnet und ist nicht selten Thema bei rechtlichen Auseinandersetzungen.
Etwa 80% der diagnostizierten Fälle betreffen Männer. Nahezu jeder 2. Betroffene leidet zusätzlich an weiteren Parasomnien, darunter Schlafwandeln, nächtliche Panikattacken oder Sprechen im Schlaf. Auch familiäre Häufungen von Tiefschlaf-Parasomnien gelten als wichtiger prädisponierender Faktor.
Auf dem Congrès du sommeil 2025 stellte die Schlafmedizinerin Prof. Dr. Isabelle Arnulf vor, anhand welcher objektiven Kriterien sich dieses Störungsbild diagnostizieren lässt. Sie ist am Hôpital de la Pitié-Salpêtrière in Paris tätig und gilt als eine der international führenden Expertinnen auf dem Gebiet der Parasomnien.
Medscape France
https://www.lecongresdusommeil.com/









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