Antibiotika

01. Juni 2026

2025 weniger Antibiotika verschrieben

Die Zahl der ambulant verordneten Antibiotikatherapien ist rückläufig. Im vergangenen Jahr wurden in den Praxen rund 27 Millionen Antibiotikatherapien verschrieben. Das sind 11,5 Prozent weniger als im Vorjahr. 2024 hatte die Zahl der Verordnungen noch bei knapp 30,5 Millionen gelegen. Das geht aus einer Auswertung der vertragsärztlichen Verordnungsdaten für die Jahre 2016 bis 2025 hervor, die das Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) veröffentlicht hat.

Auch bei den verschrieben Antibiotika gab es Veränderungen.  Während im Jahr 2015 noch 36 Prozent der Patientinnen mit unkompliziertem Harnwegsinfekt ein Fluorchinolon erhielten, waren es 2024 nur noch rund sechs Prozent. Ein deutlicher Rückgang der Fluorchinolon-Verordnungen bei Harnwegsinfekten zwischen 2018 und 2019 fällt der Zi-Auswertung zufolge zeitlich mit Rote-Hand-Briefen zu den Wirkstoffen zusammen.



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