GEMEINSAM GEGEN AIDS
Mehr Partizipation, mehr Aktionen, mehr Breitenwirkung

Die Zahl der HIV-Infektionen in Deutschland ist im internationalen Vergleich dank regelmäßiger und umfassender Aufklärung und Prävention auf einem niedrigen Niveau. Dennoch gibt es keinen Grund zur Entwarnung. Die Zahl der Neuinfektionen steigt seit Anfang des neuen Jahrtausends kontinuierlich an. Dem trägt die Kampagne zum Welt-Aids-Tag 2007 Rechnung. Sie setzt mehr denn je auf Partizipation und sucht Partner, die unterschiedliche Gruppen der Bevölkerung ansprechen.

Die HIV-Epidemie läuft trotz internationaler Bemühungen in den meisten Ländern weitgehend ungebremst und mit einer erschreckenden Dynamik. Weltweit sind etwa 40 Millionen Menschen mit HIV infiziert, rund 4 Millionen neue Fälle kommen jährlich hinzu. Die Zahlen hierzulande sind selbst im europäischen Vergleich sehr niedrig. Dieser Erfolg ist auf langfristig angelegte, umfassende Präventionsprogramme zurück zu führen. Die Kampagne "Gib Aids keine Chance" der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) ist die bisher größte und erfolgreichste Gesundheitskampagne in Deutschland.

GEFAHR AUS OSTEUROPA

Doch der rasante Anstieg der Infektionszahlen in Zentral- und Osteuropa führt zu einer wachsenden Gefahr auch für die Bundesrepublik. Das Virus nimmt bekanntlich auf Landesgrenzen keine Rücksicht. Angesichts einer wachsenden Zahl von Neuinfektionen ist es notwendig, das öffentliche Bewusstsein für die Gefahren von HIV/Aids zu schärfen. Deshalb wird der Welt-Aids-Tag 2007, ausgerichtet von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung in Kooperation mit dem Bundesministerium für Gesundheit, der Deutschen AIDS-Hilfe und der Deutschen AIDS-Stiftung, in diesem Jahr neue Schwerpunkte setzen. Das nationale Konzept des Welt-Aids-Tages baut dabei auf die bisherigen Erfolge auf, entwickelt diese aber weiter: hin zu mehr Partizipation und einer stärkeren Vernetzung aller Beteiligten.

ALLE KÖNNEN BOTSCHAFTER WERDEN

Wie bereits in den Vorjahren werden auch dieses Jahr Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens auf Plakaten, in Anzeigen, TV-Spots, auf Postkarten und Flyern für Aufklärung, Schutz und Solidarität werben. Anni Friesinger, Christiane Paul, Samy Deluxe und Philipp Lahm sind die Welt-Aids-Tags-Botschafter 2007. Dieses Botschafterprinzip wird in diesem Jahr erweitert, indem zahlreiche weitere prominente Persönlichkeiten aktiv sind. Vor allem aber kann sich jede und jeder als Botschafterin oder Botschafter engagieren. Angesichts einer sinkenden öffentlichen Wahrnehmung von Aids und eines zurückgehenden Problembewusstseins in Deutschland will die diesjährige Aktion zum Welt-Aids-Tag auf diese Weise breite Bevölkerungskreise zum Mitmachen motivieren.

Zusätzlich haben die BZgA und ihre Kooperationspartner zahlreiche Organisationen gewonnen, die auf eigenen Wegen die Botschaft des Welt-Aids-Tages verbreiten. Hierzu zählen die wichtigsten Werbeflächenvermarkter im Internet, TV-Sender und Zeitungen, die kostenlos werben. Die Junge Presse, der Frauenrat und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) sowie Krankenkassen und Unternehmen werden ihre eigenen Kommunikationsmittel dafür nutzen, auf den Welt-Aids-Tag aufmerksam zu machen.

WWW.WELTAIDSTAG.DE

Mit ihrem neuen Internet-Auftritt www.weltaidstag.de nutzt die BZgA die Möglichkeiten des Web 2.0 als zentrale Schnittstelle der Kampagne. Hier können sich Menschen beteiligen und austauschen. Damit öffnet sich die Aktion zum Welt-Aids-Tag stärker nach außen als dies bisher der Fall war. Nur wer die Menschen beteiligt, kann auch mit ihrer Aufmerksamkeit rechnen. Und das ist wichtiger denn je.

Dr. Marita Völker-Albert
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung
Pressestelle
Tel. 0 221 - 899 22 80
Fax: 0 221-899 22 01
E-Mail: marita.voelker-albert@bzga.de

DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • Antimikrobielle Resistenz

    18. Februar 2026: 5000 Jahre alte Resistenzdaten weiter

  • STI

    18. Februar 2026: Trichophyton mentagrophytes Ausbruch in Minnesota weiter

  • Antihelmethika

    17. Februar 2026: EMA empfiehlt Levamisol vom EU-Markt zu nehmen weiter

  • HIV

    17. Februar 2026: Menopause verstärkt bei Frauen mit HIV Insulinresistenz schneller weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • Robert Koch-Institut

    17. Februar 2026: Erstmals Resistenzdaten zu Pilzen veröffentlicht weiter

  • Antiretrovirale Therapie

    16. Februar 2026: VOLVER: DTG/3TC bei M184V/I weiter

  • Epstein-Barr-Virus

    16. Februar 2026: Trigger für Multiple Sklerose weiter

  • MPOX

    13. Februar 2026: Erste rekombinante Varianten beschrieben weiter

  • HIV

    13. Februar 2026: Neuer Antikörper für Therapie und Impfung weiter

  • Mikrobiom

    13. Februar 2026: 11 genetische Varianten beeinflussen das Darm-Mikrobiom weiter

  • MPOX

    13. Februar 2026: Update der CDC weiter

  • Andmore

    13. Februar 2026: Liebesruf der Frösche im Klimawandel weiter

  • MPOX

    12. Februar 2026: Feuerfußhörnchen als natürliches Reservoir identifiziert weiter

  • Mikrobiom

    10. Februar 2026: Mikrobiom-Generalisten können Resistenzen weltweit verbreiten weiter

  • Tuberkulose

    10. Februar 2026: TB-Prophylaxe ohne HIV: Ein oder drei Monate weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.