Long Acting Agents

Seattle, Washington, 04.03 2019

Cabotegravir/Rilpivirin als monatliche Spritzen

In den Phase-3-Studien ATLAS und FLAIR erhielten supprimierte bzw. therapienaive HIV-Patienten nach einer initialen Tablettenphase entweder jeden Monat den Integrasehemmer Cabotegravir und das NNRTI Rilpivirin (je eine Spritze intramuskulär) oder weiter ein Tabletten-Regime.

Nach 48 Wochen lag die Viruslast in beiden Studien bei 95% vs 92%. Damit ist das duale parenterale Regime vergleichbar gut wirksam wie die orale Tripletherapie.

In beiden Gruppen hatten nur sehr wenige Patienten virologisch versagt (Naive 3 vs 0 bzw. Switch 3 vs 4). Unter der dualen Therapie entstanden jedoch stets Mutationen gegen den INSTI und das NNRTI. Die Gründe für das Versagen sind unklar, die Medikamentenspiegel waren nicht zu niedrig. Alle Patienten mit Versagen hatten einen HIV-Subtyp 1A (1 Patient AG) und eine L41I-Mutation vor Therapiebeginn, doch keiner dieser Faktoren ist als Prädiktor für ein Integrasehemmer/NNRTI-Versagen bekannt.

Die Verträglichkeit war gut. Schmerzen, Knoten usw. im Bereich der Injektionsstelle waren häufig, dauerten in der Regel nicht länger als 3 Tage. Weniger als 1% der Patienten brach die Spritzen-Therapie wegen Nebenwirkungen ab und mehr als 90% waren mit dieser Behandlung zufrieden.

FLAIR: Naive Patienten

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ATLAS: Switch-Patienten

Atlas Confirmed Virologic Failure: CAB LA + RPV LA Arm


Flair Confirmed Virologic Failures: CAB LA + RPV LA Arm


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