Epstein-Barr-Virus
16. Juni 2025
Assoziation mit primär
sklerosierende Cholangitis
Das Forschungsteam
des
Exzellenzclusters PMI hat gezeigt, Menschen mit primär sklerosierender Chloangitis (PSC)
eine verstärkte Immunantwort gegen das Epstein-Barr-Virus (EBV)
vorliegt. Dies
deutet auf einen möglichen Zusammenhang zwischen einer
Reaktivierung des EBV
und der Entstehung der Erkrankung hin.
Mithilfe moderner Sequenzierungstechnologien
analysierte das
Team Blutproben von über 500 Personen mit PSC und mehr als 900
gesunden
Kontrollpersonen, um T-Zell-Rezeptoren zu identifizieren, die bei
PSC-Betroffenen vermehrt vorkommen. Dabei stellten sie fest, dass
bestimmte
Rezeptoren bei Personen mit PSC häufiger auftreten als bei
gesunden
Kontrollpersonen. Die Gruppe der T-Zell-Rezeptoren, die bei
Personen mit PSC
häufiger gefunden wurden -
und somit
eindeutig mit der Krankheit in Verbindung gebracht werden können
-, enthalten mehrere
TCRs, die an verschiedene Proteine des Epstein-Barr-Virus (EBV)
binden.
Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler
bestätigten
ihre Ergebnisse auch durch die Analyse amerikanischer
Gesundheitsdaten von über
116 Millionen Personen. Auch die epidemiologischen Daten zeigten
einen
Zusammenhang zwischen Pfeifferschem Drüsenfieber und der
Entwicklung von PSC.
ElAbd, H., Pesesky, M. et al.:
T and B cell
responses against Epstein–Barr
virus in primary sclerosing cholangitis.
Nat Med (2025). https://doi.org/10.1038/s41591-025-03692-w
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