Myokarditis nach COVID oder Impfung

08. April 2022

US-Kardiologen geben klare Empfehlungen

Die Amerikanische Kardiologenvereinigung (ACC) rät von einem routinemäßigen Check auf Herzschäden nach COVID-19 bzw. einer Corona-Impfung ab. Nur bei mäßigem bis starkem Verdacht auf eine Herzbeteiligung sollte eine nähere Untersuchung erfolgen – etwa bei Symptomen wie

  • Brustschmerz
  • Luftnot
  • Herzrasen/Herzstolpern
  • kurze Bewusstlosigkeit (Synkope)

Die Untersuchung erfolgt u. a. mit einem Elektrokardiogramm (EKG), einer Messung des Troponin- und BNP-Spiegels im Blut und einer Echokardiographie. Bei Auffälligkeiten sollte ein Kardiologe hinzugezogen werden, der je nach Befund weitere bildgebende Verfahren wie eine kardiale Magnetresonanz-Tomographie (kMRT) einsetzt.

Eine definitive Myokarditis haben die US-Kardiologen der ACC beim Vorliegen dieser drei Punkte definiert:

  • Kardiale Symptome wie Brustschmerzen, Atemnot (Dyspnoe), starker Herzschlag/Herzklopfen (Palpitationen), kurze Bewusstlosigkeit (Synkope)
  • ein erhöhtes Troponin (cTnT)
  • abnorme Befunde im EKG, Auffälligkeiten im Echokardiogramm wie eine Einschränkung der Funktion der linken Hauptkammer oder auch umschriebene Wandbewegungsstörungen, Auffälligkeiten im Kardio-MRT und/oder auffällige Gewebeproben des Herzmuskels (sehr selten durchgeführt)

Eine mögliche Myokarditis liegt vor, wenn alle oben genannten Befunde dafür sprechen, aber kein MRT zur Diagnosesicherung durchgeführt wurde.

https://www.jacc.org/doi/10.1016/j.jacc.2022.02.003



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