Tuberkulose
20. Juni 2023
Winzige Teilchen sollen Wirkstoff in die Lunge bringen.
Forschende
am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Nanopartikel
entwickelt, die in Zukunft neue Antibiotika direkt in die Lunge
transportieren könnten. Tenside sorgen dafür, dass sich die hoch
fettlöslichen Antibiotika in Wasser fein verteilen und inhalieren
lassen. Erste Tests am Forschungszentrum Borstel, Leibniz
Lungenzentrum, zeigen die hohe Wirksamkeit und gute Verträglichkeit
der Antibiotika-Nanocarrier. Die Forschenden berichten in der
Zeitschrift ACS Nano. (DOI: 10.1021/acsnano.3c01664)
Nanocarrier
überwinden biologische Barrieren
Die zum Inhalieren
bestimmten amorphen Nanopartikel enthalten das Antibiotikum
Bedaquilin mit einem Wirkstoffgehalt von 69 Prozent oder das
Antibiotikum BTZ-043 mit einem Wirkstoffgehalt von 99 Prozent. Beide
Antibiotika wirken auch gegen multiresistente Tuberkulosebakterien.
In den Nanopartikeln sorgen Tenside dafür, dass sich die hoch
lipophilen Antibiotika in Wasser dispergieren lassen. Dispersionen
mit 4,1 Milligramm Bedaquilin pro Milliliter oder 4,2 Milligramm
BTZ-043 pro Milliliter bleiben über mehrere Wochen stabil. Bei Tests
an Mäusen zeigten die Nanopartikel-Dispersionen eine um 50 Prozent
höhere Wirksamkeit als herkömmliche BTZ-043-Lösungen zur
pulmonalen Inhalation. Die Nanocarrier bewiesen eine gute Fähigkeit,
die verschiedenen biologischen Barrieren zu überwinden und waren in
hohen Mengen in der Lunge, aber nicht in Leber und Milz nachzuweisen.
David Rudolph, Natalja Redinger,
Katharina Schwarz, Feng Li, Gabriela Hädrich, Michaela Cohrs, Lea
Ann Dailey, Ulrich E. Schaible, and Claus Feldmann: Amorphous Drug
Nanoparticles for Inhalation Therapy of Multidrug-Resistant
Tuberculosis.
ACS Nano, 2023. DOI:
10.1021/acsnano.3c01664
Abstract unter https://pubs.acs.org/doi/full/10.1021/acsnano.3c01664
Weitere Informationen:
http://Weitere Informationen: https://fz-borstel.de
https://pubs.acs.org/doi/full/10.1021/acsnano.3c01664
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