3/2007 Editorial

Liebe Leserin,
lieber Leser,

die Behandlung der HIV-Infektion hat große Fortschritte gemacht. Doch noch sind nicht alle Fragen gelöst. Im Gegenteil, viele Punkte sowohl medizinische als auch politische und soziale sind strittig und werden heiß diskutiert. Solche „heiße Eisen“ im Bereich HIV sind unter anderem Migranten mit HIV, Schwangerschaft und HIV, HIV im Gefängnis und die Anti-HIV-Pille.

RANDGRUPPEN BESONDERS GEFÄHRDET

Menschen mit HIV werden bis heute stigmatisiert und diskriminiert. Besonders brisant wird es, wenn die Infektion Menschen trifft, die noch weitere Stigmata haben, z.B. illegale Migranten, Gefängnisinsassen, Drogengebraucher usw. Nicht selten ist dann zu hören: Für die sollen wir auch noch Therapie und Prävention zahlen? Die Antwort ist ein klares Ja. Diese Menschen brauchen unsere ganz besondere Unterstützung.

SCHWANGER MIT AIDS

Schwangerschaft wird in Deutschland trotz aller politischen Beteuerungen nicht immer positiv bewertet. Arbeitslos, Ausländer, HIV-infiziert und dann noch schwanger? Schwangere und Mütter mit HIV-Infektion müssen manchmal gleichzeitig gegen viele Vorurteile kämpfen. Das größte Geheimnis bleibt meist die HIV-Infektion, was die Mütter einsam macht.

PILLE GEGEN HIV

Noch ist die Pille gegen HIV nicht da, aber sie wird kommen. Und dann wird die öffentliche Diskussion beginnen, ähnlich wie bei der Einführung der Anti-Baby-pille in den 60er Jahren. Man erinnere sich nur an die Schlagworte „sexuelle Enthemmung“, „gefährliche Nebenwirkungen“, „Kondom reicht doch“ usw. Diesmal wird es sogar noch zwei weitere Steine des Anstoßes geben, nämlich „schwuler Sex“ und „Kosten“. Die Anti-HIV-Pille werden sich bei den aktuellen Preisen nur Besserverdiener leisten können und schwuler Sex war immer schon eine gute Zielscheibe für allgemeine Entrüstung.

Dr. Ramona Volkert

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