Deutsche AIDS-Stiftung legt Jahresbericht 2010 vor
Bedürftigkeit bei Menschen mit HIV/AIDS nimmt zu

Im Rückblick auf 30 Jahre AIDS ist die Einführung der hochaktiven antiretroviralen Therapie (HAART), die 1996 auf den Markt kam, der wichtigste Meilenstein. Während sich die gesundheitliche Situation für viele von HIV und AIDS betroffene Menschen dadurch verbessert hat, gilt dies in vielen Fällen nicht für die finanzielle Lage. Darauf weist die Deutsche AIDS-Stiftung in ihrem Jahresbericht 2010 hin.

Viele HIV-infizierte Menschen leiden bei einer langfristigen Medikamenteneinnahme unter Nebenwirkungen sowie Begleiterkrankungen der Infektion. Sie können nicht mehr arbeiten und sind daher auf staatliche Unterstützung angewiesen. „Kürzungen im Sozialbereich haben dazu geführt, dass Menschen, die von staatlichen Transferleistungen leben, sich selbst elementare Dinge wie Seh- und Hörhilfen, Bekleidung oder Haushaltsgeräte nicht leisten können. Immer häufiger wenden sie sich mit der Bitte um Unterstützung an die Deutsche AIDS-Stiftung“, so Dr. Ulrich Heide, geschäftsführender Vorstand der Deutschen AIDS- Stiftung. Aufgrund zurückgehender Spendeneinnahmen könne die Stiftung allerdings immer öfter nur in den härtesten Notfällen helfen. Aber auch Stigmatisierung und Diskriminierung stellen für Betroffene nach wie vor ein großes Problem dar. Die Verbesserung dieser Situation ist eine wichtige Aufgabe der Stiftung.

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©Foto: Berliner AIDS-Hilfe e.V.

Im Jahr 2010 konnte die Deutsche AIDS-Stiftung Spenden und ähnliche Zuwendungen in Höhe von 2.014.000 € (2.786.000 € in 2009) sowie Zins- und Kapitalerträge in Höhe von 726.000 € (767.000 € in 2009) verbuchen. Die Spenden resultierten wie in den Vorjahren zu einem erheblichen Teil aus Benefiz-Projekten. Der Rückgang der Einnahmen gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf das Fehlen eines großen Benefizprojektes und auf die nochmals zurückgegangenen Einnahmen aus Erbschaften und Vermächtnissen zurückzuführen. „Um ihre Hilfsleistungen aufrechterhalten zu können, benötigt die Stiftung künftig neben den privaten Spenden verstärkt die Unterstützung durch Unternehmen“, erklärte Dr. Christoph Uleer, Vorstandsvorsitzender der Stiftung. Aber auch weitere Zustiftungen durch Bundesländer seien wichtig, um die sinkenden Zinsen bei der Anlage des Stiftungskapitals auszugleichen. Daher appelliert die Stiftung auch an die öffentliche Hand, die Stiftung künftig verstärkt finanziell zu unterstützen.

 


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©Foto: Frank Nürnberger

18. Festliche Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung in Berlin

Auf einen glanzvollen Galaabend können sich die Gäste der 18. Festlichen Operngala für die Deutsche AIDS-Stiftung am 5. November 2011 in der Deutschen Oper Berlin freuen. Die künstlerische Leitung haben Jasmin Solfaghari, Uwe Arsand und Alard von Rohr. Die Schirmherrschaft übernimmt wieder Jean-Claude Juncker, Ehrenvorsitzender ist Vicco von Bülow. Max Raabe wird als Moderator durch den Abend führen. Als Solisten wirken u.a. mit: Alex Esposito, Simone Kermes, Antonio Poli und Thomas Quasthoff, begleitet vom Chor und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin unter Leitung von GMD Donald Runnicles.

Karten sind bei der Deutschen Oper Berlin, Bismarckstraße 35, 10627 Berlin, Tel.: 0 30 / 34 38 43 43, erhältlich. Die Karte berechtigt nach der Vorstellung zum Gala-Buffet, inklusive aller Getränke in den Foyers und zum Tanz auf der Hauptbühne (Karten für 260, 350, 450 oder 650 Euro).

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