20 Jahre bundesweites Netzwerk Frauen und Aids

Gemeinnützige Stiftung Sexualität und GesundheitVon Frauen für Frauen, dafür steht das bundesweite Netzwerk Frauen und Aids. Mitmachen lautet die Devise, egal ob mit oder ohne HIV-Diagnose. 2012 feiert das Netzwerk seinen 20. Geburtstag.

Die Knotenfrauen des Netzwerks sind über die gesamte Bundesrepublik verteiltDie Knotenfrauen des Netzwerks sind über die gesamte Bundesrepublik verteilt

Das Netzwerk Frauen und Aids ist ein Zusammenschluss von Frauen, die HIV-positiv, -negativ oder ungetestet sind, im Bereich HIV/Aids arbeiten oder sich anderweitig engagieren. Das Netzwerk steht jeder interessierten Frau offen. Über das Jahr und Land verteilt finden immer wieder Netzwerktreffen statt. Auf diesen Zusammenkünften werden wichtige Themen zu Gesundheit und Rechten bei HIV behandelt, es wird über den Lebensalltag mit HIV gesprochen, ExpertInnen werden eingeladen und Kontakte geknüpft. Die Frauen des Netzwerks bündeln frauenspezifische Informationen zu HIV, sie tauschen Erfahrungen aus und entwickeln Ideen für Projekte.

Ein Großteil der bundesweiten Netzwerkarbeit besteht darin, den Informationsfluss mit Nahrung zu füttern und am Laufen zu halten. Sogenannte Knotenfrauen, die über die ganze Bundesrepublik verteilt sind, senden per E-Mail Informationen an alle Interessierten. So erfahren Frauen von Treffen, von Arbeitsgruppen und wichtigen Neuigkeiten rund um Frauen und HIV.

Als das Netzwerk Frauen und Aids 1992 gegründet wurde, war die Sache mit dem Informationstausch noch nicht so einfach. Harriet Langanke kann sich lebhaft an diverse Papierstaus bei Kopiergeräten erinnern. Sie hat das Netzwerk mitgegründet und schickte damals als Knotenfrau Kopien in Papierform per Post an ihren Verteiler. „Nicht selten mussten wir uns für die Zeit und das Porto rechtfertigen, denn manche unserer männlichen Kollegen und Vorgesetzten fanden die Kosten dafür zu hoch“, erinnert sie sich.

Frauen und Aids: Engagement seit 20 Jahren: das Netzwerk Frauen und Aids feiert GeburtstagFrauen und Aids: Engagement seit 20 Jahren: das Netzwerk Frauen und Aids feiert Geburtstag

Trotz aller Widerstände mauserte sich das Netzwerk zu einer wichtigen Instanz. So gelang es dem Netzwerk Frauen und Aids, in mehreren deutschen Aids-Hilfen feste Stellen für die Frauenarbeit zu erwirken. Es setzt sich gegen die Kriminalisierung von HIV-positiven Frauen ein und knüpft internationale Kontakte zu anderen Gruppen und Vereinen, die sich für Frauen mit HIV engagieren.

Aus dem Netzwerk Frauen und Aids entstand auch die DHIVA, das Fachmagazin für Frauen zu Sexualität und Gesundheit. Sie hat sich von einer schwarz-weißen Kopiervorlage zu einem bunten Magazin entwickelt. Die DHIVA berichtet regelmäßig über die Treffen der Netzwerkfrauen. Im Serviceteil des Magazins finden sich alle wichtigen Netzwerk-Termine und -Adressen.

Mitte September fand in Dresden das Treffen zum 20-jährigen Bestehen des Netzwerks statt. Die Netzwerkfrauen feierten das Jubiläum mit einem Rückblick, um die Zukunft des Netzwerkes zu gestalten. Wichtige Fragen taten sich dabei auf: Ist das Netzwerk heute noch notwendig für Frauen mit HIV? Wird das Netzwerk Nachwuchs finden? Wie sieht die künftige Arbeit aus? All diese Fragen gilt es zu klären, damit das Netzwerk seinen Kurs halten oder zielgerichtet ändern kann. Denn eines ist sicher: das Netzwerk Frauen und Aids wird weiter arbeiten – mit und für Frauen mit HIV.


Spenden:

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Nachrichten

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    16. Juli 2018: Im letzten halben Jahr wurden vermehrt HAV-Infektionen bei Reisenden beobachtet.weiter

  • Humane Papillomviren

    16. Juli 2018: Das Robert Koch-Institut hat einen Ratgeber zu HPV herausgegeben.weiter

  • Finasterid

    10. Juli 2018: Rote Hand Brief zu möglichen Nebenwirkungenweiter

  • Kaposi-Sarkom

    03. Juli 2018: Vergleich von Chemotherapie-Optionenweiter

  • PrEP

    03. Juli 2018: Die ersten deutschen Leitlinien sind erschienen.weiter

  • Galenus-Preis 2018

    02. Juli 2018: Maviret® mit im Wettbewerbweiter

  • Preis der Deutschen Leberstiftung

    02. Juli 2018: Auch dieses Jahr zeichnete die Deutsche Leberstiftung wieder eine wegweisende hepatologische Publikation aus.weiter

  • Rote Hand Brief

    01. Juli 2018: Darunavir/Cobicistat in der Spätschwangerschaftweiter

  • ViiV – Positive Perspectives Studie

    30. Juni 2018: Ein Einblick in das Leben von Menschen mit HIVweiter

  • AbbVie - Erstattungsbetrag für Maviret® vereinbart

    30. Juni 2018: Ab dem 1. Juli kostet eine 8-Wochen-Therapie Maviret® (Glecaprevir/Pibrentasvir) € 29.990.weiter

  • HPV-Impfung für Jungen

    28. Juni 2018: Die ständige Impfkommission empfiehlt, Jungen zwischen 9 und 14 Jahren gegen HPV zu impfen.weiter

  • Hepatitis C

    27. Juni 2018: Neuer Preis für Epclusa® und Harvoni®. weiter

  • Neuer Antikörper gegen HIV

    27. Juni 2018: Der gentechnisch hergestellte Tandem-Antikörper ist zur Prävention und Therapie geeignet.weiter

  • Resistente Tuberkulose

    26. Juni 2018: Als erstes Land weltweit hat Südafrika das Medikament Bedaquilin in nationale Behandlungsrichtlinien aufgenommen.weiter

  • Biktarvy® zugelassen

    25. Juni 2018: Das STR Bictegravir/Tenofoviralafenamid/Emtricitabin wurde jetzt auch in Europa zugelassen.weiter

  • Hepatitis C

    21. Juni 2018: Neuer Preis für Maviret®: 8 Wochen 29.990 weiter

  • HIV-Heimtest wird zugelassen

    20. Juni 2018: Mit dem HIV-Heimtest kann sich dann jeder selbst zu Hause testen.weiter

  • Hepatitis E

    20. Juni 2018: Wegen steigender Infektionszahlen HEV-Test bei Blutspenden geplant.weiter

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    20. Juni 2018: Europäische Gesundheitsbehörde: An Masernschutz denken!weiter

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    20. Juni 2018: Ärgerlicher Artikel: Nichts Neues gespickt mit Vorurteilen.weiter

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    17. Juni 2018: RKI überarbeitet seinen Ratgeberweiter

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    17. Juni 2018: Drei Fälle mit hohgradiger Resistenz gegen Standardtherapieweiter

  • Nieren von Spendern mit Hepatitis C verpflanzt

    12. Juni 2018: DAA-Therapie verhinderte die Infektion der Empfänger.weiter

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    04. Juni 2018: Die SWORD-Studien zeigen, dass die Therapie mit Dolutegravir und Rilpivirin bei der Aufrechterhaltung der Virussuppression (HIV-1-RNA < 50 Kopien/ml) bei HIV-1-infizierten Erwachsenen gegenüber der Fortführung einer traditionellen Drei- oder Vierfachtherapie für einen Zeitraum von 48 Wochen nicht unterlegen ist.weiter

  • Janssen - Juluca® zugelassen

    04. Juni 2018: Janssen gibt die Zulassung von JULUCA ® (Dolutegravir/Rilpivirin), dem ersten Single Tablet-Regime (STR) mit zwei Wirkstoffen für die Behandlung von Infektionen mit HIV durch die Europäische Kommission bekanntweiter

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    04. Juni 2018: ViiV Healthcare erhält die Europäische Zulassung für Juluca (Dolutegravir/Rilpivirin), das erste einmal tägliche 2-Drug Regimen in einer Tablette zur Behandlung von HIV.weiter

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    04. Juni 2018: Bei der Umstellung von HIV-Patienten auf ein Generikum ist der Arzt gefragt! Mit dem neuen Gesprächsleitfaden zur Generikaumstellung liefert Hexal Ärzten ein übersichtliches Tool ...weiter

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    01. Juni 2018: HIV durchdringt Oberflächenzellen, um Immunzellen zu erreichen.weiter

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    01. Juni 2018: Weniger Müdigkeit und bessere Lebensqualität nach SVR.weiter

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    01. Juni 2018: Relaunch der Kampagne ICH WEISS WAS ICH TU der Deutschen AIDS-Hilfe.weiter

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