Neue  BZgA-Kampagne
„Liebesleben“

30 Jahre „Gib Aids keine Chance“ sind vorbei. Die neue Kampagne der Bundeszentrale für gesundheitliche
Aufklärung (BZgA) „Liebesleben“ richtet sich gegen alle sexuell übertragbaren Erkrankungen.

„Gib Aids keine Chance“ war die erste nationale Aufklärungskampagne zu HIV und Aids. Sie hat laut Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe bei vielen Menschen mehr Bewusstsein im Umgang mit HIV geschaffen. Auch Rita Süßmuth, die als Gesundheitsministerin in den ersten Jahren von HIV/Aids in Deutschland die Weichen gestellt hat, meint, der Wissensstand zu HIV und Aids sei heute glücklicherweise sehr hoch. Die Präventionsarbeit und hochwertige HIV-Behandlung habe in Deutschland gute Fortschritte erzielt. Deshalb haben die Politiker beschlossen, „die Bekämpfung von HIV und anderen sexuell übertragbaren Krankheiten mit einem übergreifenden Ansatz fortzusetzen und zu verstärken“.

Offen und modern

Liebesleben
©BZgA

Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bündelt die Präventionsmaßnahmen und Informationen zu HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen (STI) unter dem neuen Namen LIEBESLEBEN. Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA, erklärte dazu: „Offen, kommunikativ und modern – dafür steht die neue Marke LIEBESLEBEN. Unsere Aufgabe ist es, die Erfolge der HIV-Prävention zu erhalten, das Wissen um sexuell übertragbare Infektionen in der Gesamtbevölkerung zu steigern sowie ein größeres Symptom- und Risikobewusstsein zu schaffen. Der Markenname LIEBESLEBEN steht dabei für einen zeitgemäßen und zielgruppenorientierten Umgang mit Sexualität und sexuell übertragbaren Infektionen.“

Die neue Kampagne ist Teil der aktuellen Strategie der Bundesregierung zur Eindämmung von HIV, Hepatitis und anderen sexuell übertragbaren Infektionen, die das Bundeskabinett am 6. April 2016 verabschiedet hat. Sie richtet sich an die Verantwortlichen im Gesundheitswesen, an Selbsthilfe-Organisationen, Wissenschaft sowie Bund, Länder und Kommunen insbesondere in den Bereichen Bildung, Arbeit und Justiz.

Mehrere Botschaften

Wie schon bei der ersten Kampagne gegen HIV/Aids sollen Tabus gebrochen und das Sprechen über Sex und STI erleichtert werden. Es gibt aber auch Unterschiede, was zum Teil in der Natur der Sache liegt. Während bei „Gib Aids keine Chance“ das Kondom klar im Mittelpunkt stand, gibt es bei LIEBESLEBEN mehrere Empfehlungen.

Die Botschaften in aller Kürze:

  • Benutze Kondome
  • Benutze Kondome für Sexspielzeug
  • Berühre keine Herpesbläschen, Warzen oder Geschwüre
  • Lass Dich impfen gegen HPV, Hepatitis A und B
  • Bei Beschwerden zum Arzt

Die PräExpositionsProphylaxe (PrEP) zur Prävention von HIV wird nicht erwähnt. Zum einen ist diese in Deutschland noch nicht zugelassen, zum anderen richtet sich PrEP im Gegensatz zur Kampagne LIEBESLEBEN nicht an alle Menschen, sondern nur an Personen mit höherem HIV-Risiko und Risikoverhalten.

Über alle Kanäle

Die Cartoon-Kampagne setzt die kommunikativen Grundsätze von LIEBES-LEBEN plakativ in Szene. Sie präsentiert die Botschaften „Benutz‘ Kondome“ und „Wenn was nicht stimmt, ab zum Arzt“ eingängig. Die Motive werden ab Mitte Mai an über 65.000 Plakatflächen bundesweit zu sehen sein. Darüber hinaus gibt es reichlich Broschüren und selbstverständlich ist LIEBESLEBEN auch auf modernen digitalen Kanälen vertreten:

http://www.liebesleben.de/

https://twitter.com/LIEBESLEBEN_DE

https://www.facebook.com/liebesleben.de

Quellen: Pressemitteilung BZgA

www.bzga.de



Ausgabe 2 - 2016Back

DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • Chikungunya

    27. Februar 2026: Vorsicht Seychellen weiter

  • Pneumokokken

    25. Februar 2026: Keine Herdenimmunität trotz neuer Impfstoffe weiter

  • Langwirksame ART

    24. Februar 2026: CAB/RPV-LA bei Adhärenz-Problem überlegen weiter

  • Mikrobiom

    23. Februar 2026: Zwei Bakterien führen zur chronischen Obstipation weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • Epstein-Barr-Virus

    23. Februar 2026: Neues aus Bonn weiter

  • Clostridium difficile

    23. Februar 2026: Neuartiger Impfstoff schützt vor Schäden und Rezidiv weiter

  • HIV

    23. Februar 2026: Neue Erkenntnisse zur Integrase weiter

  • Atemwegsinfekt

    23. Februar 2026: Universal-Impfstoff gegen alle Atemwegsinfekte weiter

  • Antimikrobielle Resistenz

    18. Februar 2026: 5000 Jahre alte Resistenzdaten weiter

  • STI

    18. Februar 2026: Trichophyton mentagrophytes Ausbruch in Minnesota weiter

  • Antihelmintika

    17. Februar 2026: EMA empfiehlt Levamisol vom EU-Markt zu nehmen weiter

  • Antihelmethika

    17. Februar 2026: EMA empfiehlt Levamisol vom EU-Markt zu nehmen weiter

  • HIV

    17. Februar 2026: Menopause verstärkt bei Frauen mit HIV Insulinresistenz schneller weiter

  • Robert Koch-Institut

    17. Februar 2026: Erstmals Resistenzdaten zu Pilzen veröffentlicht weiter

  • Antiretrovirale Therapie

    16. Februar 2026: VOLVER: DTG/3TC bei M184V/I weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.