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Deutsche AIDS-Stiftung LogoHOPE for Babies: Beratung für HIV-positive Schwangere in Kapstadt

Seit Sommer 2016 unterstützt die Deutsche AIDS-Stiftung das Projekt „HOPE for Babies“ der Organisation HOPE Cape Town in Südafrika. Die Stiftung fördert den Einsatz von zwei HIV-Fachkräften in den drei Entbindungsstationen des Tygerberg Hospitals in Kapstadt.

HOPE-Fachkraft Sonia Daniels (Mitte) zusam- men mit einer jungen Mutter und ihrem Kind  im Tygerberg Hospital
HOPE-Fachkraft Sonia Daniels (Mitte) zusam- men mit einer jungen Mutter und ihrem Kind im Tygerberg Hospital

Eine Ärztin von HOPE mit einem kleinen Pati- enten in der Geburtsklinik des Krankenhauses  © Fotos: Ulrich Heide
Eine Ärztin von HOPE mit einem kleinen Pati- enten in der Geburtsklinik des Krankenhauses © Fotos: Ulrich Heide

Die beiden Frauen stellen sicher, dass Schwangere bei ihrem ersten Besuch in der Geburtsklinik ausreichend über HIV und AIDS beraten werden. Dies war in der Vergangenheit nicht der Fall. Die Krankenschwestern und Ärzte haben oft zu wenig Zeit für ein Gespräch. Außerdem haben viele der Frauen großen Respekt vor den weißen Kitteln und trauen sich nicht, ihre Fragen zu stellen. Die Fachkräfte von HOPE signalisieren schon mit ihren roten Blusen, dass sie andere Aufgaben haben.

Rund 100 schwangere Frauen kommen täglich zum ersten Mal zur Beratung in die Geburtsklinik des Krankenhauses. Sie sorgen sich um die Gesundheit ihrer ungeborenen Kinder und hoffen auf eine gute Versorgung. Die Zeit im Wartezimmer nutzen die HIV-Fachkräfte von HOPE, um auf die werdenden Mütter zuzugehen. Kekeletso Lebeta und Sonia Daniels bieten eine Beratung über HIV in der Schwangerschaft an. Die meisten Frauen lassen sich gerne informieren und berichten sogar über ihre Sorgen oder familiären Probleme.

Der Bedarf an Aufklärung ist groß

Viele Frauen sind vor ihrem Besuch in der Klinik noch nicht auf HIV getestet worden. Mit dem routinemäßigen Test, den die HOPE-Beraterinnen anbieten, wird sichergestellt, dass alle Frauen die Möglichkeit bekommen, so früh wie möglich in ihrer Schwangerschaft mit der HIV-Behandlung zu beginnen, damit sie ihre Babys HIV-negativ zur Welt bringen können. Bei einem positiven HIV-Testergebnis begleiten die Fachkräfte von HOPE die Frauen während des Aufenthalts im Krankenhaus und klären auch die Familien der Schwangeren über HIV auf, falls dies gewünscht wird.

Mehr als 50 Prozent der Babys in Südafrika werden von alleinstehenden Frauen geboren. Die Schwangeren kommen in der Regel ohne Begleitung in die Klinik und sind von der fremden Umgebung oft überfordert. Dann sind Kekeletso und Sonia wichtige Gesprächspartnerinnen und Begleiterinnen. Viel Zuspruch brauchen auch die vielen minderjährigen Schwangeren. In Südafrika sind 14 Prozent der Schwangeren noch Teenager. Üblicherweise verlassen die Mütter bereits sechs Stunden nach der Entbindung das Krankenhaus. Bis dahin liegen die Ergebnisse der HIV-Tests der Babys noch nicht vor. Sonia und Kekeletso sorgen dafür, dass die Ergebnisse der Tests an HOPE-Fachkräfte am Wohnort der Mütter weitergegeben werden. Diese kümmern sich dann um die Mütter und ihre Babys. Sie sorgen – falls notwendig – auch für die ununterbrochene Einnahme der HIV-Medikamente.

Im Jahr 2017 haben die beiden HOPE-Mitarbeiterinnen 4364 Frauen beraten und auf HIV getestet. Bei den Voruntersuchungen, wenn die Schwangeren in den Warteräumen lange auf ihre Untersuchungen warten müssen, sind sie offen für ein Gespräch. Wenn es sich anbietet, können Sonia und Kekeletso sie dann auch in kleinen Gruppen beraten.

So hilft HOPE den Menschen in Kapstadt

Seit dem Jahr 2004 fördert die Deutsche AIDS-Stiftung die Hilfsorganisation HOPE Cape Town aus Südafrika. HOPE ist seit seiner Gründung dort im Einsatz, wo Menschen mit HIV/AIDS besonders dringend Hilfe benötigen. Begonnen hatte HOPE mit der Einrichtung der ersten Kinderstation für HIV-positive Kinder am Tygerberg Hospital in Kapstadt. Mit fast 2000 Betten ist das Tygerberg Hospital das zweitgrößte Krankenhaus in Südafrika. Es folgte die Schulung und der Einsatz von HIV-Fachkräften in den Townships rund um die Metropole Kapstadt. Dort wo die Ärmsten mit einer ungenügenden Gesundheitsversorgung leben.

Sebastian Zimer · www.aids-stiftung.de

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