dagnä: Konkrete Hilfe für Geflüchtete

DAGNÄ LogoDer russische Angriffskrieg auf die Ukraine erschreckt – darf aber nicht zu Schockstarre führen. Im Wesentlichen muss es eingedenk der eigenen Möglichkeiten darum gehen, einen Beitrag zur Bewältigung der großen Flüchtlingsbewegung zu leisten.

Spendenaufruf

Die dagnä hat also zunächst – zusammen mit der Deutschen AIDS-Gesellschaft (DAIG) und der Deutschen Aidshilfe (DAH) – aufgerufen, nicht mehr benötigte HIV-Medikation (ART) zu spenden, um diese dann gesammelt an die polnische AIDS-Gesellschaft für dort gestrandete Betroffene zu übergeben. Die Uniklinik Bonn übernahm dankenswerterweise hierfür die Koordinierung. Wir freuen uns, dass einige Sachspenden erfolgt sind.

Netzwerk funktioniert

Darüber hinaus sind mittlerweile einige Hunderttausend Ukrainer:innen nach Deutschland geflohen, darunter nicht wenige mit HIV-Infektion und infolge der Kriegsereignisse ohne langfristige Therapie. Für den erhöhten Versorgungsbedarf dieser vulnerablen Patienten:innengruppen hatten die infektiologischen Schwerpunktpraxen und Ambulanzen frühzeitig ihre Kompetenz und ihr langjährig etabliertes, flächendeckendes Netzwerk angeboten. Die Versorgung dieser Betroffenen in Deutschland funktioniert im Großen und Ganzen gut und halbwegs reibungslos. Für praktische Herausforderungen wie Sprachbarrieren, unterschiedliche therapeutische Ansätze oder die zwischen den Bundesländern unterschiedlichen Praxis der Kostenübernahme vor allem der ART kann letztlich immer eine Lösung gefunden werden, wenngleich die Abgabe von Gesundheitskarten sicher der für die Arztpraxen insgesamt bürokratieärmste Weg ist.

Finanzierung von ART

Eine Besonderheit scheinen solche Geflüchtete mit HIV zu sein, die sich in Deutschland nicht registrieren lassen können oder wollen, etwa weil andere Länder oder eine rasche Rückkehr das Ziel sind. Hier ist dennoch in hoffentlich nur wenigen Fällen medizinische Hilfe notwendig. Die dagnä bemüht sich – zusammen mit Schwerpunktapotheken, ggf. pharmazeutischen Unternehmen (mit Sachspenden), Behörden und weiteren Partnern – hier eine medizinische (Überbrückungs-)Hilfe zu organisieren – konkret eine Art „Notfallfonds“ zur Finanzierung von ART, um Abhilfe schaffen zu können. Gespräche laufen!


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