CROI 2008 
Proteasehemmer: Keine bessere Wirkung bei TDM
Eine Steigerung der Dosis von Proteasehemmern unter TDM mit dem Ziel, die virologische Wirksamkeit
zu verbessern, hat keinen Effekt. Lediglich bei afrikanischen und hispanischen Patienten mit moderater
Resistenz gegen Proteasehemmer brachte das Vorgehen einen kleinen Vorteil.
In der Studie A5146 wurden 183 Patienten (3,64 log10, CD4 200/µl) unter einer versagenden Therapie
mit einem Proteasehemmer (aktive Proteasehemmer 0,7) entweder wie üblich weiterbehandelt oder die
Dosis des Proteasehemmers wurde unter TDM angepasst. Ziel war ein optimaler inhibitorischer Quotient. Alle
Proteasehemmer waren erlaubt. 47% hatten einen geboosterten Doppel-Proteasehemmer. Darunavir war noch
nicht erhältlich.
Die mediane Trough-Konzentration sowie der inhibitorische Quotient verbesserten sich in der TDM-Gruppe
signifikant - mit Ausnahme der Patienten unter Fosamprenavir (32%). Warum es bei einer Dosiserhöhung
von Fosamprenavir nicht zu einer Erhöhung der Plasmakonzentration kam, konnten sich die Autoren nicht
erklären.
Nach 20 Wochen fand sich zwischen den beiden Armen kein Unterschied im Hinblick auf die Viruslast. Diese
war im Wesentlichen unverändert geblieben. Lediglich die schwarzen und hispanischen Patienten
schnitten unter TDM besser ab mit einer mittleren Reduktion der Viruslast um jeweils 0,5 log10.
#35 Demeter L et al, 15. CROI 2008, Boston, 3 - 6 Februar 2008
CROI 2008
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