Attachment-Inhibitor verhindert Andocken von HIV

Boston, 28. 2. 2011

BMS-663068 interagiert mit gp120 und blockiert damit die Anbindung von HIV an die CD4-Zelle. In einer Phase-2-Studie war die Substanz gut wirksam und verträglich.

Insgesamt 50 Patienten (34 therapienaive und 16 vorbehandelte, aber aktuell nicht behandelte) nahmen an der offenen randomisierten Phase-2-Studie teil. Die Viruslast der Patienten lag 4,4 log, die CD4-Zellzahl bei 432 Zellen/µl. Die Patienten erhielten  BMS-663068 oral acht Tage lang in verschiedenen Dosierungen: 600mg oder 1200mg einmal oder zweimal täglich als Monotherapie oder mit und ohne Ritonavir.

Ergebnisse

Nach acht Tagen war die Viruslast im Median um 1,59 -1,77 log  gesunken und die CD4-Zellzahl um 28-106/µl gestiegen. Die pharmakokinetische Analyse ergab, dass der Attachment-Inhibitor einmal oder zweimal täglich gegeben werden kann und ein  Booster nicht  nötig ist. Die häufigsten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen (36%) und Hautauschlag (16%).

Wirkprinzip

Der Eintritt von HIV in die CD4-Zelle läuft in drei Schritten ab: Das Virus dockt an dem Protein gp120 an der Oberfläche der CD4-Zelle an. Dann bindet es an den Korezeptor CCR5 oder CXCR4 und im dritten Schritt fusioniert das Virus mit der Zellwand der Wirtszelle. Die Substanz BMS-663068 blockiert den ersten Schritt, indem es mit  gp120 interagiert. Für den zweiten Schritt ist bereits ein  CCR5-Antagonist und für den dritten Schritt ein Fusionsinhibitor zugelassen.

HIV-1 Atrtachment Inhibition to Block HIV-1 Entry


Proof of Concept Achieved With Prior HIV-1 Attachment Inhibitor


Baseline Characteristics


Median Masimum change in HIV-1 RNA From Baseline WIth Monotherapy


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