CROI 2021 
Lenacapavir bei Multiresistenz
Virtuell, 06.03 2021
Der Kapsidinhibitor Lenacapavir wurde in einer
kleinen Studie an 72 stark vorbehandelten Patienten mit
Therapieversagen (VL ≥ 400 Kopien/ml) und Resistenz gegen
mindestens zwei Substanzen
von mehr als drei Substanzklassen eingesetzt. Die Viruslast der
Teilnehmer lag
im Schnitt bei 4,2 log, die CD4-Zahl bei 150/µl.
Zunächst
wurde Lenacapavir als
funktionelle Monotherapie oral an Tag 1, 2 und 8 gegeben, was
die HIV-RNA bis
zum Tag 15 um -2log-Stufen verminderte. Bei 88% war die HIV-RNA
um mindestens
-0,5 log abgefallen vs. bei 17% unter Placebo.
Anschließend
erhielten die Patienten nach Optimierung der Hintergrundtherapie
ihre erste Subkutan-Injektion von Lenacapavir Q6M. Im weiteren
Verlauf der Studie erreichten nach 26 Wochen 73% (19/26) der
Teilnehmer eine Viruslast
<50 Kopien/ml.
Zwei Patienten hatten eine Resistenz entwickelt, wobei die
Mutation M66I sowohl eine hochgradige Resistenz vermittelt als
auch die
Replikationskapazität etwas vermindert. Die Verträglichkeit war
im Allgemeinen gut.
Am häufigsten waren lokale milde Impfreaktionen.
Segal-Maurer
S et al.
POTENT ANTIVIRAL ACTIVITY OF LENACAPAVIR IN PHASE 2/3 IN
HEAVILY ART-EXPERIENCED PWH,
vCROI 2021, 127
CROI 2021
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