HIV/TB: Frühe HIV-Therapie rettet Leben

Wien, 25. 7. 2010

Die Einleitung einer ART bei HIV-Infizierten zwei Wochen nach Beginn der TB-Therapie senkt die Mortalität um 30%.

Die CAMELIA-Studie wurde in Kambodscha an 661 HIV-Patienten (CD4-Zahl 25/µl, Viruslast 5,6 log) mit offener Tuberkulose (mikroskopischer Tuberkelnachweis, 90% Lungentuberkulose) durchgeführt. Die Patienten erhielten die übliche tuberkulostatische 4er-Kombination und zwei oder acht Wochen später d4T/3TC/EFV (Stavudin®/Epivir®/Sustiva®).

Nach 50 Wochen waren in der frühen Gruppe 59 Patienten, in der späten Gruppe 90 Patienten verstorben. Zu Woche 100 betrugen die Überlebensraten 83% vs. 73%, p=0,006). Bis Woche 150 blieb die Mortaltiät im frühen Arm stabil, im späten Therapiearm war weiterhin ein Trend zu mehr Todesfällen zu verzeichnen.

Der Preis für die bessere Überlebenschance war eine 2,5fach höhere IRIS-Rate durch die frühe Therapie, was sich allerdings, laut Studienleiter Dr. Francois Blanc, auch ohne Steroide  managen ließ.

Inwieweit die Ergebnisse auf Patienten mit besserem Immunstatus übertragbar sind, ist unklar.


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