Rukobia®  (Fostemsavir)

600 mg Retardtablette

Indikation

Zugelassen in Kombination mit anderen antiretroviralen Arzneimitteln für die Behandlung von Erwachsenen mit multiresistenter HIV-1-Infektion indiziert, für die kein anderes supprimierendes, antiretrovirales Behandlungsregime zur Verfügung steht.

Dosierung

2x1 Tablette

Wirkmechanismus

Der aktive Metabolit Temsavir vermindert als Pre-Attachment-Inhibitor das Andocken der HIV-Bindungsstelle gp120 an die CD4-Zelle.

Wirksamkeit

In der Studie BRIGHT wurden stark vorbehandelte Patient*innen mit Mehrklassen-Resistenz, Therapieversagen und noch mindestens zwei wirksamen Medikamenten mit Fostemsavir behandelt. Das Medikament hatte bei der Mehrzahl der Patienten einen günstigen virologischen Effekt. Es kam jedoch auch in einigen Fällen zur Resistenzentwicklung.

Sowohl der gegen CD4+-gerichtete Post-Attachment-Inhibitor Ibalizumab als auch der gegen gp120-gerichtete Pre-Attachment-Inhibitor Fostemsavir entwickeln Resistenz-assoziierte Mutationen in der gp120-Domäne. Es besteht aber nicht automatisch eine Kreuzresistenz.

Verträglichkeit

Die Verträglichkeit war gut. Die häufigsten Nebenwirkungen sind (24 %),
Kopfschmerzen (17 %), Übelkeit (15 %), Ausschlag (12 %), Abdominalschmerz (12 %) und Erbrechen (11 %). Es wurde gelegentlich vorübergehender Anstieg des Bilirubins beobachtet. Auf eine mögliche Verlängerung des QTc-Intervalls sollte geachtet werden insbesondere bei Kombination mit Medikamenten mit einem ähnlichen Effekt.

Fazit: Fostemsavir ist ein wertvoller Baustein für eine ART bei Patient*innen mit Multiresistenz. Die Anwendung ist einfach, das Medikament gut verträglich. Resistenzentwicklungen sind möglich, daher ist ein Einsatz als funktionelle Monotherapie möglichst zu vermeiden.

Die hier genannten Informationen wurden gewissenhaft erstellt. Eine Gewähr für die Richtigkeit der gemachten Angaben kann trotz aller Bemühungen NICHT übernommen werden!



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