Sepsis

24. Oktober 2025

Weltweiter Sepsis-Bericht: In Deutschland keine Verbesserung

Der neue „Global Burden of Disease“-Bericht zeigt: In Deutschland stagniert die Sepsis-Sterblichkeit seit Jahrzehnten auf hohem Niveau, während sie weltweit gesunken ist. 2021 starben hierzulande 211.000 Menschen an Sepsis (247 pro 100.000 Ew.), deutlich mehr als in Ländern wie Australien oder der Schweiz. Die Überlebenschancen sind besonders bei Harnwegs- und Bauchraum-Infektionen schlechter. Die Wahrscheinlichkeit, an einer Sepsis aufgrund eines Harnwegsinfekts zu versterben, ist hierzulande etwa 30 % höher, und bei einer durch eine Infektion im Bauchraum ausgelösten Sepsis sind die Überlebenschancen um 47 % geringer als in der Schweiz.

Die seit 30 Jahren auf hohem Niveau stagnierende Sepsis-Sterblichkeit und die damit verbundenen Langzeitfolgen bedeuten nicht nur unsagbares menschliches Leid, sondern verursachen auch jährliche Behandlungskosten in Höhe von 32,7 Milliarden Euro. Diese Summe entspricht etwa 6,5 % der gesamten Gesundheitsausgaben in Deutschland.



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