3A LogoHervorragende Wissenschaftlerinnen auf dem SÖDAK ausgezeichnet
Erstmals 3A-Frauenforschungspreise verliehen

Auf dem SÖDAK in St. Gallen hat die Arbeitsgruppe Ärztinnen und AIDS (3A) erstmals Frauenforschungspreise an hervorragende Wissenschaftlerinnen aus dem HIV-Bereich verliehen. Die Preise gingen an Ilona Hauber vom Heinrich-Pette-Institut in Hamburg und Clara Lehmann von der Universitätsklinik in Köln.

Ilona HauberIlona Hauber erhielt den Preis für ihre Arbeit zu Epigallocatechin-Gallat (EGCG), einem Wirkstoff aus dem Grünen Tee, der im Samen eine HIV-Infektion hemmen kann. Dieser natürliche Wirkstoff könnte in der Zukunft ein erfolgversprechender Zusatz für Mikrobizide sein.

Clara LehmannClara Lehmann wurde für ihre Untersuchungen zum Verlauf der HIV-Infektion bei Elite und Intermediate Controllern ausgezeichnet. Mehr Informationen über die beiden 3A-Forschungspreisträgerinnen stehen auf der 3A-Homepage unter der neuen Rubrik „Frauengespräche“. In dieser Interviewserie werden Frauen und ihre Arbeit im HIV-Bereich vorgestellt.

Frauen auf dem SÖDAK: Grenzgängerinnen

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Fotos: Dr. A. E. Haberl, Frankfurt

Auf dem SÖDAK in St. Gallen hat 3A unter dem Titel „Same same but different?“ einen Workshop zum Thema HIV und Frauen in Deutschland, Österreich und der Schweiz abgehalten, um Gemeinsamkeiten und Unterschiede in den Ländern kennenzulernen. Für die Schweiz gab Barbara Bertisch aus St. Gallen einen Überblick. In der Schweiz leben 20.000-30.000 Menschen mit HIV/AIDS, darunter 30% Frauen. Sowohl in den Kliniken als auch in freien Praxen gibt es HIV-Schwerpunktärztinnen, allerdings keine wirkliche „Opinion-Leaderin“. Ein Zusammenschluss von HIV-Behandlerinnen existiert bislang nicht. Im Bereich der Grundlagenforschung dagegen sind Frauen in der Schweiz in Spitzenpositionen vertreten, wie z.B. Alexandra Trkola und Karin Mölling. In Österreich leben aktuell 4.200 Menschen mit HIV/AIDS, etwa 1.200 davon sind Frauen. Maria Kitchen aus Innsbruck referierte über die Situation in ihrem Land. Einen speziellen Fokus auf frauenspezifische Forschung gebe es dort nicht und auch keine Organisation von Behandlerinnen im HIV-Bereich. Das Thema HIV und Frauen sei insgesamt eher „klein“.

3A stellt den HIV-Schwerpunktärztinnen in Österreich und der Schweiz ab sofort die Homepage mit Veranstaltungskalender, 3A-Map und Monitor zur Verfügung, um zukünftig länderübergreifend effektiv als Netzwerk arbeiten zu können.

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Neue 3A-Analyse geht an den Start: Firstline für Frauen

Die 3A-Analyse zur Initialtherapie bei HIV-positiven Frauen und Männern hat das Ethikvotum erhalten und kann jetzt an den Start gehen. Jeweils 100 therapienaïve Frauen und Männer sollen in die nicht-interventionelle Studie eingeschlossen werden, um den Einfluss des Geschlechts auf Therapieerfolg und Verträglichkeit zu untersuchen. Die Laufzeit der Studie ist zunächst mit 24 Wochen angesetzt.

Kontakt und mehr zu den laufenden 3A-Projekten auf  www.3A-net.de

Nächster Termin: 3A auf dem DAGNÄ-Workshop am 5. September 2009 in Köln, Renaissance Hotel

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