KIT in Köln

 -- Der alle zwei Jahre stattfindende KIT ist der größte deutschsprachige Kongress auf dem Gebiet der Infektionsmedizin und der einzige, der die unterschiedlichen Fachrichtungen in diesem Bereich vereint.

 KIT in KölnDer 10. Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (KIT) fand in diesem Jahr in Köln statt. Vier Fachgesellschaften, nämlich die Deutsche Gesellschaft für Infektiologie e.V. (DGI), Deutsche AIDS-Gesellschaft (DAIG), Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit e.V. (DTG) und die Paul-Ehrlich-Gesellschaft für Chemotherapie e.V. (PEG) haben den Kongress ausgerichtet, sechs weitere Gesellschaften waren daran beteiligt, nämlich die Deutsche Arbeitsgemeinschaft niedergelassener Ärzte in der Versorgung HIV-Infizierter e.V. (DAGNÄ), Deutsche Gesellschaft für Hygiene und Mikrobiologie e.V. (DGHM), Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie e.V. (DGPI), Deutschsprachige Mykologische Gesellschaft e.V. (DMykG), Deutsche Vereinigung zur Bekämpfung der Viruskrankheiten e.V. (DVV) und die Gesellschaft für Virologie e.V. (GfV). Entsprechend umfangreich war das Programm. Die über 1.000 Teilnehmer hatten die Qual der Wahl zwischen 50 Symposien, 180 Vorträgen und 170 Postern. Vorteil des breiten und abwechslungsreichen Programmes: Man konnte sich sowohl in seinem besonderen Interessengebiet fortbilden als auch Einblick in weitere Gebiete der Infektiologie nehmen. 

Unter den eingereichten Beiträgen wurden die besten ausgezeichnet. Die fünf Preisträgerinnen waren Adriana Thomssen (Hamburg), Katrin Högner (Giessen), Clara Lehmann (Köln), Sabine Bélard (Freiburg) und Martina Sombetzki (Rostock). Ferner wurde auf dem Kongress der Preis der Rudolf-Ackermann-Stiftung an Hortense Slevogt aus Berlin verliehen für ihre Arbeit zur Immunantwort auf bakterielle Krankheitserreger im Bereich Lunge. Die Abstracts der Vorträge und Poster des Kongresses sind im Internet unter www.kit2010.de einzusehen.


Prof. Winfried Kern, Freiburg (links) und Prof. Gerd Fätkenheuer, Köln (rechts) mit den Preisträgerinnen für die besten Arbeiten auf dem KIT Prof. Winfried Kern, Freiburg (links) und Prof. Gerd Fätkenheuer, Köln (rechts) mit den Preisträgerinnen für die besten Arbeiten auf dem KIT


1. Münchner Infektiologie Workshop STD für Fortgeschrittene 2010

Im Mittelpunkt des ersten Münchner Infektiologie Workshops standen sexuell übertragbare Erkrankungen (STD). Die Diagnostik und Therapie dieser Erkrankungen erfordern nicht selten die interdisziplinäre Zusammenarbeit verschiedener Fachgruppen.

V.li.n.re.: Dr. Ramona Pauli, München; Dr. Franz Audebert, Regensburg; Dr. Werner Becker, München; Prof. Hartwig Klinker, Würzburg; Dr. Heiko Jessen, Berlin; Dr. Andrea Niedermaier, München; Prof. Matthias Siebeck, München; vorne: Prof. Johannes Bogner, München
V.li.n.re.: Dr. Ramona Pauli, München; Dr. Franz Audebert, Regensburg; Dr. Werner Becker, München; Prof. Hartwig Klinker, Würzburg; Dr. Heiko Jessen, Berlin; Dr. Andrea Niedermaier, München; Prof. Matthias Siebeck, München; vorne: Prof. Johannes Bogner, München

Ziel der Veranstaltung war es, Kenntnisse zu vertiefen und Erfahrungen auszutauschen. Der Workshop brachte Dermatologen, Proktologen, Infektiologen, HIV-Schwerpunktärzte  und Ärzte im öffentlichen Gesundheitswesen an einen Tisch. Zu jedem Thema gab es von einem Kliniker ein kurzes Grundlagenreferat, anschließend stellte ein niedergelassener Kollege eine Kasuistik aus der Praxis vor. Das Konzept ging auf, es wurde viel diskutiert. Kliniker und niedergelassene Ärzte sowie die verschiedenen Fachgruppen profitierten von den unterschiedlichen Aspekten. Zentrale Themen waren neben der HIV- und Hepatitis-Infektion die Syphilis, Gay Bowel Disease, HPV-Infektion und Condylome. Den Abschluss machte Prof. Johannes Bogner, München mit einem spannenden Fall „Die harte Nuss“. Die gemeinsame Veranstaltung von BAGNÄ, DGI und HIV&more wurde freundlicherweise vom Unternehmen Gilead unterstützt. Einige der Vorträge stehen auf der Webseite www.hivandmore.de als pdf zum Download zur Verfügung.



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