HIV-Streiflicht
Empörung nach Zeitplan

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Früher waren WeltAidsKonferenzen noch richtig aufregend. Es ging um elementare Dinge wie Tod, Elend und Diskriminierung und die Protagonisten des Kongresses Wissenschaftler, Politiker, Aktivisten und Pharma waren oft unterschiedlicher Meinung.

ProtestEs wurde diskutiert, protestiert und demoliert, was die Kongressbesucher mit Gänsehaut miterleben durften. Heute ist alles anders. Wissenschaftler und Ärzte sind Aktivisten geworden und dreschen politische Parolen. Aktivisten sind Kongressveranstalter geworden und ihre Aktionen sind Bestandteil des Kongressprogramms. Die Pharmaindustrie hat ihre karitative Ader entdeckt und engagiert sich mit Millionenprojekten in armen Ländern. Mittlerweile findet sich nicht einmal mehr eine marginalisierte Gruppe, die Tabus brechen oder wenigstens gegen Nichtbeachtung protestieren könnte. Selbst die Prominenten sind nicht mehr einfach nur prominent. Sie sind Geldgeber und lenken die Forschung nach ihrem Gusto wie Bill Gates oder sie sind Aktivisten, die ihren Ruhestand mit Sinn erfüllen wie Bill Clinton. Die Forderungen und Proteste heute wirken daher steril und langweilig. Alle schwimmen im Strom des weltweiten Consensus der politischen Korrektheit. Es fehlt die Spannung der Kontroverse und die Kraft der großen Gefühle von damals – selbst wenn der medizinische Fortschritt in manchen Teilen der Welt noch nicht angekommen ist.

Ausgabe 3 - 2010Back

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