Verlauf der akuten Hepatitis C

Die große Mehrzahl der HCV-Infektionen verläuft asymptomatisch und mehr als die Hälfte wird chronisch, wobei Symptomatik und Prognose nicht korrelieren. Wenn HCV eliminiert wird, ist das Virus meist bereits zu Woche 16 verschwunden.

Der Verlauf der akuten Hepatitis C wurde in einer prospektiven Studie aus Georgien beobachtet. Dazu wurde Blut von insgesamt 7000 Blutspendern und 3000 Drogengebrauchern in Gruppen gepoolt auf HCV-RNA untersucht. Es wurden 16 akute HCV-Infektionen vor der Serokonversion detektiert, sieben bei den Blutspendern und neun bei den Drogengebrauchern (10 GT 1, 3 GT2, 3 GT3). Lediglich vier Patienten waren symptomatisch, wobei drei Patienten neben anderen klinischen Zeichen einen Ikterus entwickelten. 12 Patienten waren klinisch asymptomatisch. Vier Patienten in dieser Gruppe hatten nicht einmal eine erhöhte GPT und zwei Patienten eliminierten HCV bereits vor der Serokonversion.

Die HCV-Viruslast stieg im Verlauf der akuten Infektion rasch an, erreichte zu Woche 4 das Maximum und blieb dann stabil bis Woche 9. Danach kam es zum Abfall und 4/16 Patienten waren zu Woche 16-18 HCV-frei.

Häufiger chronisch bei Männern und HIV-Infizierten

In einer weiteren Arbeit wurden aufbewahrte Blutproben (retrospektiv 2 Jahre) und aktuelle Blutproben (prospektiv mindestens 1 Jahr nach erster positiver HCV-RNA) einer großen holländischen Kohorte von Drogengebrauchern auf HCV-RNA und HCV-Antikörpern untersucht. 96 akute HCV-Infektionen wurden dokumentiert. 40% der IDU eliminierten HCV, wobei die Infektion bei Frauen und HIV-Negativen häufiger spontan ausheilte.


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