AASLD 2010 
HCV: Prävention Leberkrebs mit Peginterfon-Erhaltungstherapie
Langfristig schützt eine
Peginterferon-Erhaltungstherapie über 3,5 Jahre Patienten mit chronischer HVC
wohl doch vor Leberkrebs, das gilt aber nur für Patienten mit Zirrhose. Der
Effekt zeigt sich jedoch erst mehrere Jahre nach Ende der Therapie
Die Auswertung der ersten vier Jahre nach Ende
der Peginterferon-Erhaltungstherapie (90μg/Woche über 3,5 Jahre) in der Studie
HALT-C ergab keinen Effekt auf die Inzidenz des hepatozellulären Karzinoms
(HCC), die aktuelle Auswertung nach einer medianen Beobachtungszeit von 6,1
(max. 8,7) Jahren zeigte jetzt dagegen eine Senkung der HCC-Inzidenz. In der
Studie erhielten 1.050 Patienten mit chronischer HCV und Ishak-Score Fibrosegrad ≥3 ohne
anhaltende Virussuppression unter einer vorherigen Therapie mit pegIFN/RBV entweder eine
pegIFN-Erhaltungstherapie oder keine Therapie. Nach dem nunmehr sechsjährigen
Follow-up hatten 88 Patienten ein HCC
entwickelt, davon war das HCC bei 68 Patienten gesichert und bei 20 vermutet: Die Inzidenz betrug 7,2%
(347/515) in der pegIFN-Gruppe und 9,6% (51/533) in der Kontrollgruppe
(p=0,24). Von der langen Behandlung profitierten vor allem Patienten mit
Zirrhose (kumulative Inzidenz nach 8 Jahren 11% versus 24,2%; p=0,01), nicht
jedoch Patienten mit einer Fibrose (10,1% versus 9,8% ; p=0,26). Dabei trat der
Unterschied bei den Zirrhose-Patienten vier Jahre nach Ende der Therapie noch
nicht auf. Die Inzidenz des HCC war auch in der Gruppe der behandelten
Patienten mit einer Abnahme des histologischen Hepatitis-Aktivitätsindex (HAI)
von ≥2 höher als bei den Patienten mit
unverändertem oder gestiegen HAI (2,9% versus 9,4%; p=0,03).
Lok AS et al.
Maintenance peginterferon (pefIFN) therapy to prevent hepatocellular carcinoma
(HCC) in patients (pts) with advanced chronic hepatitis C (CHC):
extended follow-up results. AASLD 2010, Vortrag #214
AASLD 2010
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