Salvage nach DAA-Versagen

San Francisco, 13.11. 2015

Nach einem Versagen einer ersten DAA-Therapie gibt es mehrere aussichtsreiche Möglichkeit, den Patienten in einer zweiten Therapie zu heilen. Der Wechsel der Substanzklasse bzw. die Zugabe des NS5B-Hemmers Sofosbuvir plus Ribavirin plus ggf. Therapieverlängerung können erfolgreich.

Nach Versagen eines NS5A-Hemmers (Daclatasvir+pegIFN/RBV) wurden 16 Patienten (56% Zirrhose) mit GT1 oder 4 12 Wochen lang Simeprevir + Sofosbuvir behandelt. Alle Patienten mit GT1b und 4 wurden geheilt sowie 8/10 Patienten mit Gt1a.

In QUARTZ-I wurden 22 Patienten mit GT1 mit dem 3D-Regime (Paretaprevir/r, Ombitasvir und Dasabuvir) Patienten folgendermaßen behandelt.

  • Genotyp 1a, keine Zirrhose (n = 14): 12 W 3D + Sofosbuvir und Ribavirin.
  • Genotyp 1a, Zirrhose (n = 6): 24 W 3D + Sofosbuvir und Ribavirin
  • Genotyp 1b, mit/ohne Zirrhose (n=2): 12 W 3D plus Sofosbuvir

14/15 Patienten wurden geheilt. Die meisten waren mit eine Proteasehemmer und NS5A-Hemmer vorbehandelt. 2 Patienten waren mit Sofosbuvir vorbehandelt. Jeweils 50% hatten bei Therapiebeginn mindestens eine NS5A- bzw. mindestens eine NS3-RAV.

Table 1. Baseline Demographics and Disese Characteristics

Nach Versagen von Sofosbuvir+Simeprevir erhielten 46 Patienten mit GT1 12 bzw. 24 Wochen Ledipasvir/Sofosbuvir mit/ohne Ribavirin. Nahezu alle Patienten erreichten die SVR.

Selbst mit drei und mehr DAA-vorbehandelte Patienten können geheilt werden. 31/32 Patienten (GT1, keine Zirrhose), die in einer NIH-Studie nach 4-6 Wochen Ledipasvir/Sofosbuvir plus 1-2 neuen Substanzen versagten, konnten mit 12 Wochen Ledipasvir/Sofosbuvir geheilt werden.


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