Rifampicin – zu niedrige Dosis?

Atlanta, 4. 3. 2013

Rifampicin kann und sollte möglicherweise deutlich höher dosiert werden als bisher. Die 3,5fache Dosis ist jedenfalls gut verträglich.

Rifampicin wurde in den 60er Jahren entwickelt ohne die maximale Dosierung zu erforschen. 600 mg (d.h. 10 mg/kg) war die Dosis für eine 24stündige minimale Hemmkonzentration. Höhere Konzentrationen bzw. AUCs haben jedoch einen besseren bakteriziden Effekt. Aus diesem Grund wurden TB-Patienten  in einer kleinen Dosisfindungsstudie mit 20 – 35 mg/kg behandelt in Kombination mit Isoniazid, Ethambutol und Pyrazinamid. Die 3,5 fache Rifampicin-Dosierung erhöhte die Medikamenten-Exposition bis auf das Siebenfache (allerdings mit relevanten interindividuellen Schwankungen)  und erwies sich auch als gut verträglich. Unklar ist bislang die Auswirkung der höheren Dosierung auf Interaktionen mit anderen Medikamenten. Es ist möglich, dass die höhere Dosierung das CYP-System stärker induziert.

DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • Mikrobielle Resistenz

    15. Januar 2026: KI-gestützter Kampf gegen resistente Bakterien weiter

  • RSV-Infektion

    15. Januar 2026: Impfung reduziert Krankenhausbehandlung bei Älteren um 80% weiter

  • Herpesviren

    14. Januar 2026: HHV-6 integriert ins Chromosom seit der Eisenzeit weiter

  • COVID-19

    14. Januar 2026: Muster der Ausbreitung in den USA weiter

  • Eigenbrauer-Syndrom

    12. Januar 2026: Welche Bakterien produzieren den Alkohol? weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • HIV-Therapie

    12. Januar 2026: Doravirin/Islatravir gleichauf mit BIC/FTC/TAF weiter

  • Keuchhusten

    09. Januar 2026: Impfung in Schwangerschaft schützt Neugeborene weiter

  • HIV-Therapie

    22. Dezember 2025: Vorschlag zum CD4-Monitoring für neue LA-Substanzen in Entwicklung weiter

  • Baylisascaris procyonis

    21. Dezember 2025: Waschbärspulwurm in neun europäischen Ländern nachgewiesen weiter

  • Influenza

    21. Dezember 2025: Influenza A(H3N2) Subklade K weiter

  • Antibiotikaresistenz

    18. Dezember 2025: Datenverzerrung verringert Zuverlässigkeit von KI-Vorhersagemodellen weiter

  • Nachruf

    17. Dezember 2025: Prof. Frank-Detlef Goebel 13.7.1941 - 4.12.2025 weiter

  • HIV-Infektion

    17. Dezember 2025: ARTISTRY-2: Beim Switch BIC/LEN gleichauf mit BIC/F/TAF weiter

  • β-Lactam-Antibiotika

    17. Dezember 2025: Negative Auswirkungen der "Penicillin-Allergie" weiter

  • Mikrobe des Jahres 2026

    17. Dezember 2025: Penicillium – Pinselschimmel rettet Leben weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.