ATLAS-2M: Depotspritzen alle zwei Monate sind möglich und „nicht unterlegen“

Boston, 10.03 2020

Von vielen werden die Depotspritzen als zusätzliche Behandlungsmöglichkeit in der HIV-Therapie herbeigesehnt. Bisherige Daten zeigten die Wirksamkeit bei einer Verabreichung alle vier Wochen. Um die Patient_innen (und die Arztpraxen) zu entlasten, wäre aber eine weniger häufige Dosierung vorteilhaft.

In der ATLAS-2M-Studie wurde die i.m. Gabe von Cabotegravir/Rilpivirin (400mg/600mg) alle vier Wochen verglichen mit der Verabreichung alle acht Wochen (allerdings dann in höherer Dosierung von 600mg CAB und 900mg RPV). Die Patienten stammten aus der ATLAS-Studie und hatten zuvor entweder eine orale Standardtherapie oder CAB/RPV-Injektionen alle 4 Wochen erhalten. 1045 Teilnehmende wurden randomisiert; 27% waren Frauen, 73% Weiße. Die Gabe alle acht Wochen erwies sich als „nicht unterlegen“, auch wenn die Anzahl von virologischem Versagen in der 8-wöchigen Gruppe häufiger war (8 vs. 2); allerdings fand man bei 5 von den 8 Patienten archivierte Resistenzmutationen gegen mindestens eine der beiden verwendeten Substanzen. Die Verträglichkeit war in beiden Gruppen vergleichbar aber die Patient_innen bevorzugten – wenig überraschend – die Gabe alle acht Wochen.


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