VIKING: Bei vorbehandelten Patienten 2x täglich Dolutegravir

Der Integrasehemmer  Dolutegravir (ehemals S/GSK1349572) wirkt auch bei vorbehandelten Patienten mit Raltegravir-Resistenz. Für eine ausreichende Wirksamkeit sind jedoch 2x täglich 50 mg nötig.

Vorgestellt wurden die 24-Wochen-Daten der Phase-II-Studie VIKING, in der vorbehandelte Patienten mit Drei-Klassen-Resistenz (inklusive einer Raltegravir-Resistenz) zunächst mit 1x täglich 50 mg (n=27; Kohorte I)  zehn Tage lang zusätzlich zu ihrer versagenden HIV-Therapie behandelt wurden. Anschließend wurde die Background-Therapie optimiert (OBT). Nach 24 Wochen hatten  41% der Patienten eine Viruslast von <50 Kopien/ml. Die aufgrund eines pharmakokinetischen Modells berechnete wirksamere höhere Einmaldosis führte jedoch zu einem Konzentrationsplateau. Aus diesem Grund erhielten in einer zweiten Kohorte 27 Patienten 2x täglich 50mg Dolutegravir plus eine OBT,  die mindestens eine aktive Substanz enthalten musste.

Nach 24 Wochen hatten 75% der Patienten aus der Kohorte II  eine Viruslast von <50 Kopien/ml. Enthielt die OBT eine aktive Substanz, erreichten das 67%  und bei mindestens zwei aktiven Substanzen 79% der Patienten. Bei 46% der Patienten aus der Kohorte II lag bei Studienbeginn die Mutation Q148 plus mindestens eine Sekundärmutation vor, die die Empfindlichkeit auf Dolutegravir herabsetzte. Bei 54% der Patienten wurden andere Mutationssmuster nachgewiesen (vor allem N155 und Y143). Kein Patient brach die Studie wegen Nebenwirkungen ab. In der Kohorte II war die  häufigste Nebenwirkung Diarrhoe (7%).

Für die  Phase-III-Studien bei vorbehandelten Patienten mit  Raltegravir-Resistenzren wurde die zweimal tägliche Dosierung gewählt.

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