Nitaxozanid bei HCV-Genotyp 1

Wien, 17. 4. 2010

In drei Studien wurde der Effekt von Nitaxozanid im Rahmen einer konventionellen Therapie bei HCV GT1 untersucht. Es zeigte sich ein nur marginaler positiver Effekt.

Alle drei Studien wurden von amerikanischen Arbeitsgruppen durchgeführt.

Virologic ResponsesNonresponder

In der Studie an 66 Nonrepondern (<2log Abfall zu Woche 12 oder HCV-RNA positiv zu Woche 24) erhielten alle Patienten nach 4wöchigem Lead-in Nitaxozanid (NTZ) 48 konventionelle Therapie plus NTZ oder Placebo. Unter prgIFN/RBV wurde keine SVR beobachtet, in der NTZ-Gruppe bei 7% (n=3).

Therapienaive Patienten

In einer zweiten Studie mit gleichem Design wurden 112 therapienaive Patienten behandelt. Hier stieg die SVR12-Rate (12 Wochen nach Therapieende) von 32% auf 44%.  

Die dritte Untersuchung ist eine offene Pilotstudie an 23 Patienten, die zunächst zwei Wochen NTZ allein erhielten, dann zwei Wochen in Kombination mit pegIFN/RBV gefolgt von einer konventionellen Therapie eingesetzt. Im Vergleich zu historischen Kontrollen erhöhte NTZ die RVR-Rate und schließlich die SVR-Rate von 46% auf 56,5%.

Virologic responses

Verträglichkeit

NTZ hatte außer milden gastrointestinalen Symptomen (Diarrhoe) keine Nebenwirkungen.

Fazit:

In diesen Pilotstudien zeigte Nitaxozanid nur einen marginalen Effekt bei HCV-GT1. Es stellt sich die Frage, welche Bedeutung diese Substanz angesichts des großen Erfolges der Proteasehemmer beim Genotyp 1 haben kann. Die Entwicklung soll jedoch laut Aussagen der Autoren weitergehen.


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