GEMINI: Saquinavir/r versus Lopinavir/r

Die erste geplante Interimsanalyse der GEMINI-Studie zeigt, dass Saquinavir/r und Lopinavir/r bei therapienaiven Patienten vergleichbar gut wirken. Durchfälle und Fettstoffwechselstörungen waren unter Saquinavir/r seltener.

In der GEMINI-Studie werden derzeit die beiden geboosterten Proteasehemmer Saquinavir und Lopinavir bei 337 therapienaiven Patienten (VL 5,2 log, 65% >100.000 K/ml, CD4 37/µl) miteinander verglichen. Beide Substanzen werden BID in Kombination mit Tenofovir/Emtricitabin OD eingesetzt.

Gleich wirksam

Der virologische und immunologische Effekt der beiden Proteasehemmer war vergleichbar. Nach 24 Wochen hatten jeweils 81% der Patienten eine Viruslast <400 Kopien/ml und 70% bzw. 69% <50 Kopien. Ein virologisches Versagen entwickelten mehr Patienten unter Saquinavir (10/6,0% vs. 3/1,3%). Proteasehemmer-Mutationen waren allerdings nur in zwei Fällen nachweisbar. Die CD4-Zellen waren um 127 bzw. 134/µl gestiegen.

Weniger Durchfälle

Im Hinblick auf die Verträglichkeit wurden unter Saquinavir/r seltener schwere Diarrhoen (7% vs. 12%) sowie Störungen des Fettstoffwechsels (insbesondere Hypertriglyceridämien) beobachtet. Die Abbruchrate wegen Nebenwirkungen war jedoch vergleichbar. In der Studie werden die Lopinavir/r Weichkapseln eingesetzt.


WEPEB027 Raffi F et al 4th International AIDS Society Conference on HIV Pathogenesis, Treatment and Prevention; July 22-25, 2007; Sydney, Australia



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