ECHO und THRIVE: Rilpivirin vs. Efavirenz

Wien, 21 .7. 2010

Gleich viele Patienten erreichten in beiden Studien eine Viruslast unter der Nachweisgrenze. Unter Efavirenz gab es mehr Nebenwirkungen, unter Rilpivirin häufiger virologisches Versagen.

In beiden Studien wurde Rilpivirin (TMC278) 25 mg QD mit Efavirenz (Sustiva®) 600 mg QD verglichen, in ECHO stets in Kombination mit TDF/FTC (Truvada®), in THRIVE konnte der Arzt den Backbone selbst wählen.

 --

 --

Ergebnisse

Die Viruslast nach 48 Wochen in der ITT-Analyse lag bei gleich vielen Patienten <50 Kopien/ml (84% vs. 82%). 

 --

Resistenz

Unter Rilpivirin gab es mehr Patienten mit virologischem Versagen (9% vs. 4,8%) und zwar sowohl ein primäres Versagen mit nie supprimierter Viruslast (5,5% vs. 2,6%) als auch ein sekundäres Versagen mit erneutem Anstieg der Viruslast (3,5% vs. 2,2%).

Die Hälfte der Patienten mit Rilpivirin-Versagen (31/62) waren auch phänotypisch gegen das NNRTI resistenz und von diesen wiederum waren 90% auch gegen Etravirin resistent. Die häufigste Rilpivirin-Mutation war E138K.

 --

 --

Verträglichkeit

Unter Efavirenz waren neurologische/psychiatrische Nebenwirkungen sowie Hautausschläge signifikant häufiger (27% vs. 38%/15% vs. 23% sowie 3% vs. 14%). 8 Patienten in der Efavirenz-Gruppe brachen die Therapie wegen Nebenwirkungen ab im Vergleich zu 3 in der Rilpivirin-Gruppe. Ein Anstieg der Lipide sowie der GPT waren ebenfalls signifikant seltener

 --

 --


DAIG LogoDGI LogoDSTIG LogoPEG Logo

Meldungen

  • Adhärenz in der HIV-Therapie

    31. März 2026: Die Expertin Dr. med. Hannah Linke im Interview weiter

  • HIV

    24. April 2026: Doravirin/Islatravir (Idvynso®) in den USA zugelassen weiter

  • COVID-19

    24. April 2026: Hilft Paxlovid® bei Geimpften? weiter

  • Dengue

    24. April 2026: Anstieg importierter Fälle von den Malediven weiter

  • Newletter online

    Jeden Monat akutelle Informationen rund ums Thema HIV und sexuell übertragbare Erkrankungen.

    Für Ärzt_innen, Menschen mit HIV und alle Interessierten.

    Anmeldung hier

  • COVID-19

    23. April 2026: SARS-CoV-2 persistiert nicht in Plazenta weiter

  • HIV

    22. April 2026: Seit Einführung der ART mehr STI bei MSM weiter

  • Hepatitis B

    21. April 2026: Heplisav® B ab Ende April nicht mehr in Deutschland erhältlich weiter

  • Lebertransplantation

    19. April 2026: Immunmodulation kann Immunsuppression verzichtbar machen weiter

  • Tuberkulose

    18. April 2026: Langzeitergebnisse bei MDR-TB besser als vermutet weiter

  • Sinusitis

    18. April 2026: Amoxiclav nicht besser als Amoxicillin weiter

  • Antimikrobielle Resistenz

    16. April 2026: Fünf-Punkte-Plan gegen Pilzresistenz weiter

  • Männermedizin

    14. April 2026: Hochbegabte Männer sind weniger konservativ weiter

  • Männermedizin

    14. April 2026: Meta-Analyse zu Bedrohung der Männlichkeit weiter

  • Dengue

    14. April 2026: Risikoreduktion durch Wolbachia-infizierte Moskitos weiter

  • Vogelgrippe

    12. April 2026: Erste erkrankte Person in Europa weiter

Ältere Meldungen weiter

Diese Website bietet aktuelle Informationen zu HIV/Aids sowie zur HIV/HCV-Koinfektion. Im Mittelpunkt stehen HIV-Test, Symptome und Auswirkungen der HIV-Infektion, Behandlung der HIV-Infektion, HIV-Medikamente mit Nebenwirkungen und Komplikationen, Aids, Hepatitis B und C. Ein Verzeichnis der Ärzte mit Schwerpunkt HIV ergänzt das Angebot.