Dolutegravir/3TC

Mexico City, Mexico, 21.07 2019

Das 2DR-Regime bewährt sich in Firstline und beim Switch

Die 96-Wochen-Daten der Studien GEMINI 1 und 2 belegen die Stabilität von Dolutegravir/3TC auch über längere Zeit. Unter dem 2DR-Regime im Vergleich zu Dolutegravir+F/TDF waren nach 48 und 96 Wochen gleich viele Patienten unter der Nachweisgrenze inklusive Patienten mit initial hoher Virämie >100.000 Kopien/ml. Ein virologisches Versagen im Lauf der zwei Jahre wurde unter 2DR bei 6 unter der Tripletherapie bei 4 Patienten beobachtet. In keinem Fall kam es zu einer Resistenzentwicklung. Arzneimittel-assoziierte Nebenwirkungen waren unter 2DR seltener (20% vs 25%).

Gemini 1 and 2

Gemini 1 and 2

In der Switch-Studie TANGO (n=741) wurden supprimierte Patienten von einer TAF-basierten Tripletherapie (78% INI, 14% NNRTI, 8% PI) entweder weiterbehandelt oder auf DTG/3TC umgestellt. Nach 48 Wochen lag die Viruslast in beiden Gruppen bei gleich vielen Patienten weiterhin unter der Nachweisgrenze (93,2% vs 93%). Es gab kein virologisches Versagen und logischerweise auch keine neu aufgetretene Resistenz. In beiden Gruppen kam es zu einer Gewichtszunahme von +0,8 kg. Nebenwirkungen und Therapieabbrüche waren unter DTG/3TC häufiger (17% vs 3%; 13% vs 2%), ein Phänomen, das in Switch-Studien regelhaft beobachtet wird, da eine Gruppe ihre alte Therapie und die andere Gruppe neue Medikamente einnimmt.

Niere, Knochen, Lipide

Im Hinblick auf Niere sieht man in GEMINI durch den Wegfall von TDF eine Verbesserung der Nierenfunktion. In TANGO kommt es durch den Wegfall von TAF erwartungsgemäß zu einem leichten Anstieg des Kreatinins (Dolutegravir inhibiert die Kreatininsekretion), die Nierenfunktion (gemessen z.B. an Cystatin C) zeigt jedoch keine Veränderung.

Die Kontrolle der Knochenstoffwechselparameter ergab bei Verzicht auf TDF und TAF Verbesserungen, die bei Wegfall von TDF ebenfalls erwartungsgemäß größer ausfällt.

Bei den Lipiden führt der Verzicht auf TDF zu einem Anstieg des Gesamtcholesterins, aber auch des HDL-Cholesterins. Nach der Umstellung von einer TAF-basierten Tripletherapie sieht man einen ähnlichen Effekt.


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