DAS: „wir Können Alle Positiv Zusammen Leben“
DAS LogoConchita macht sich stark für HOPE

„Ich möchte dafür sensibilisieren, wie wichtig ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung ist. Wir können alle positiv zusammen leben“ mit diesen Worten begrüßt Conchita den Besucher auf der Internetseite „Musik Bewegt“.
Über die Spenden-Plattform sammeln meist deutschsprachige Künstler für Hilfsprojekte, die ihnen am Herzen liegen. Die Liste ist lang, darunter Urgesteine wie Die Ärzte, Herbert Grönemeyer oder Udo Lindenberg und auch jüngere Musiker wie Felix Jaehn, Leslie Clio und Conchita.

Die Eurovision-Gewinnerin engagiert sich für die von der Deutschen AIDS-Stiftung in Südafrika geförderte Organisation HOPE Cape Town: „Das Projekt ist mir wichtig, weil nach wie vor nicht alle Menschen Zugang zu Behandlungsmöglichkeiten und Aufklärung haben und Menschen mit HIV immer noch Diskriminierung erfahren.“

Conchita performt ihren Song „Heroes“ – Helden – bei der HOPE-Gala in Dresden  © Michael Schmidt
Conchita performt ihren Song „Heroes“ – Helden – bei der HOPE-Gala in Dresden © Michael Schmidt

Conchita ruft nicht nur aktuell ihre Fans im Internet zum Spenden auf. Im Kampf gegen AIDS setzt sie auch ihre stärkste Waffe ein: ihre Stimme. Am 28. Oktober 2017 trat sie bei der HOPE-Gala im Dresdner Kulturpalast auf und begeisterte das Publikum. Nach dem Auftritt berichtete sie im Gespräch mit Moderatorin Andrea Ballschuh von ihrer Spendensammlung bei „Musik Bewegt“. Bis Ende Oktober wurden 4.000 Euro für HIV-positive Menschen in Südafrika gespendet, denen HOPE Cape Town hilft. Beeindruckt von Conchitas Engagement lud HOPE-Gründer Stefan Hippler sie noch auf der Bühne ein, nach Kapstadt zu kommen, um sich ein Bild von der Arbeit vor Ort zu machen.

So hilft HOPE Cape Town in Südafrika

Nathalie und tochterGroßvater Gerald im Township

links: Nathalie mit ihrer kleinen Tochter Lia
rechts: Großvater Gerald im Township Blikkiesdorp. Seit seiner Rente arbeitet er ehrenamtlich für HOPE Cape Town
© HOPE Cape Town

Über „Musik Bewegt“ sammelt Conchita Spenden für Menschen wie die Familie Flagg, die bereits seit Jahren von HOPE Cape Town begleitet wird. Das Ehepaar Gerald und Dorothy Flagg kümmerte sich jahrelang liebevoll um ihre vier Enkelkinder. Geralds und Dorothys Sohn war verstorben und hinterließ Rashieka und Ethan; die HIV-positive Tochter Nathalie konnte sich aus gesundheitlichen Gründen nicht um ihre Kinder Nathan und Ashton kümmern. Vor drei Jahren wäre Nathalie fast an den Folgen ihrer HIV-Infektion gestorben. Seit 2008 lebten die Großeltern zusammen mit den Enkelkindern und der kranken Tochter im Township Blikkiesdorp. Vor zwei Jahren zogen sie in ein massiv gebautes Haus außerhalb des Townships, das ihnen von der Regierung zur Verfügung gestellt wurde. Mit geringem Einkommen bestritten sie den Unterhalt für die siebenköpfige Familie.

Im Dezember 2016 brachte Nathalie ein gesundes, HIV-negatives Mädchen zur Welt, Lia. Kurz darauf wurde die Familie von einem Schicksalsschlag getroffen: Großmutter Dorothy verstarb und auch Gerald wurde krank und musste operiert werden. Der Tod seiner Frau hat Gerald schwer getroffen und seine Genesung negativ beeinflusst; auch Nathalie fiel in ein tiefes Loch. Sie konsumierte wieder Drogen, nahm ihre HIV-Medikamente nicht mehr und kümmerte sich nicht um ihr Baby. Nathalies ältere Kinder und Geralds zwei andere Enkel leben seit dem Tod der Großmutter bei ihren anderen Großeltern. Sie vermissen Dorothy sehr und besuchen Gerald und Nathalie nur an den Wochenenden.

HOPE Cape Town musste die Familie in dieser schweren Zeit noch intensiver betreuen als sonst. Zusammen mit der HOPE Mitarbeiterin Maria und der zuständigen Behörde beschloss die Familie, die kleine Lia für drei Monate in eine Pflegefamilie zu geben. Nathalie nahm an einem Drogenentzugsprogramm teil, damit sie sich wieder um ihr Kind kümmern konnte. Seit ein paar Monaten lebt Lia wieder bei ihrer Mutter und ihrem Großvater. Auch dank des Beistands und der großen Unterstützung durch HOPE konnten die Familienmitglieder wieder zusammenfinden.


Bitte unterstützen Sie uns, damit wir auch in Zukunft bedürftigen Menschen mit HIV und AIDS helfen können:

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Ausgabe 2 - 2018Back

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