Brexit und HIV-Medikamente in Deutschland

BrexitDer Bundesverband der Arzneimittel-Hersteller (BAH) warnt vor den Folgen eines ungeordneten Austritts von Großbritannien aus der Europäischen Union (EU). Die Verzögerung bei Lieferketten von Roh-, Wirk- und Hilfsstoffen durch Zölle und komplizierte Grenzverfahren könnten für die EU und damit für Deutschland bedeutsam sein. Schwierigkeiten könnte es auch bei Arzneimitteln geben, deren Zulassung nicht gleich für die gesamte EU beantragt wurde. Ferner müssen Arzneimittelhersteller einen Sitz in der EU haben, um ihre Medikamente innerhalb der EU zu verkaufen.

VViiV LogoiiV Healthcare

Wir haben die Auswirkungen des Brexit auf unsere Geschäftsabläufe, einschließlich unserer Lieferkette und der Qualitätskontrolle, eingehend untersucht. Die kontinuierliche Versorgung der Patienten im Vereinigten Königreich und der EU mit HIV-Medikamenten von ViiV hat für uns oberste Priorität. Ungewissheit besteht weiterhin hinsichtlich der zukünftigen Beziehung zwischen dem Vereinigten Königreich und der EU. Daher haben wir innerhalb der gesamten Organisation einen risikobasierten Ansatz zur Mitigation vereinbart.

Die Umsetzung unseres Notfallplans ist im Januar 2018 angelaufen. Der Fokus liegt auf der Lieferkette. Dies beinhaltet die Ausweitung von folgenden Leistungen in der EU und im Vereinigten Königreich: Re-Tests und Zertifizierungen von Arzneimitteln, Übertragung von Zulassungen, die im Vereinigten Königreich registriert waren, an eine EU-Einrichtung, Aktualisierung von Verpackungen und Packungsbeilagen, Änderung der Herstellungs- und Einfuhrlizenzen und Beschaffung zusätzlicher Lagerkapazitäten.

Hexal LogoHexal

„Nein, nach aktuellem Kenntnis- und Planungsstand hat ein Brexit keine Auswirkungen auf die Versorgung mit patentfreien Arzneimitteln in Deutschland“.

Janssen logoJanssen

Die Sicherheit und das Wohlbefinden von Patienten stehen für Janssen an oberster Stelle. Wir verfolgen die Entwicklungen der Brexit-Verhandlungen und bewerten auf dieser Grundlage potenzielle Auswirkungen auf unsere Lieferkette. Ziel ist sicherzustellen, dass Patienten und Verbraucher unabhängig vom Brexit-Szenario jederzeit Zugang zu unseren Medikamenten und Produkten haben.

Sobald wir die Ergebnisse der Verhandlungen kennen, werden wir die Situation abschließend bewerten.“

Gilead logoGilead

Als Hersteller eines Portfolios von Medikamenten zur Behandlung lebens-bedrohlicher Krankheiten, unterhält
Gilead Sciences Notfallpläne, um Produktions-, Liefer- und Vertriebsunter-brechungen zu vermeiden oder beheben. Unsere Produktions- und Versorgungseinrichtungen für den deutschen Markt befinden sich innerhalb der EU in der Republik Irland und werden daher von einem Brexit nicht betroffen sein.

Die ausreichende Versorgung des deutschen Marktes mit Gilead-Präparaten ist vor und nach dem 29. März sichergestellt.

MSD LogoMSD

Die Versorgung von Patienten und Kunden mit Medikamenten und Impfstoffen hat für MSD jederzeit höchste Priorität. Wir haben deshalb alle notwendigen Schritte unternommen, um sicherzustellen, dass die Versorgung der Patienten mit Medikamenten und Impfstoffen nach dem Brexit nicht negativ beeinflusst wird. Die Versorgungseinrichtungen
unserer HIV Produkte befinden sich innerhalb der EU.

Abbvie LogoAbbvie

„Wir wollen sicherstellen, dass der Brexit den Zugang von Patienten zu unseren Medikamenten nicht beeinträchtigt. Deshalb haben wir umfassende Notfallpläne entwickelt, um nach dem Brexit eine ununterbrochene Versorgung der Patienten sowohl in Großbritannien als auch in der EU zu gewährleisten. Wir haben eng mit Regierungen und Behörden zusammengearbeitet und etwaige Richtlinien umgesetzt sowie spezifische Anfragen beantwortet.

Dazu gehörte beispielsweise die Zusammenarbeit mit der britischen Regierung beim Aufbau eines Lagerbestands für 6 Wochen im Falle eines „No-Deal-Brexit“.

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