CROI 2015 
Kommentar Dr. Ramona Pauli, München
Deutsche AIDS-Hilfe fordert Zugang zur
PrEP
Seattle, 23. 2. 2015
Es war gut vorbereitet, denn kaum waren
die PrEP-Studien publiziert, machten sich zahlreiche europäische
Organisationen für die PrEP stark.
In den USA ist die PrEP mit der
Fixkombination Tenofovir/Emtricitabin (Truvada®) bereits seit Juli
2012 zugelassen und die WHO empfiehlt die PrEP seit letztem Jahr.
Dies beruhte auf soliden Studien an heterosexuellen afrikanischen
Paaren.
Die neuen Studien zeigen nun, dass das
Konzept auch unter Alltagsbedingungen bei MSM und bei
intermittierender Einnahme funktioniert. Und endlich kommen die
Europäer in Gang. Sie fordern den Zugang zur PrEP und sprechen
gleich das Hauptproblem an: „Dabei wird sich vor allem die Frage
nach der Finanzierung stellen: Eine Monatspackung Truvada® kostet
zurzeit in Deutschland mehr als 800 Euro.“
Wer soll das bezahlen? In den USA
stellt der Hersteller das Medikament für Menschen mit niedrigem
Einkommen kostenlos zur Verfügung. Aber das ist keine
flächendeckende Lösung. Man darf deshalb gespannt sein auf die
kommende Diskussion, denn das Feld ist übersät mit Tretminen von
politischer Korrektheit.
CROI 2015
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