HIV-negativ trotz Infektion

Durban, 07.18 2016

Ultrafrühe Behandlung vermindert Serokonversion

In der FRESH-Studie wurde bei 300 jungen Frauen 2-3 Jahre lang mindestens 2mal pro Woche eine HIV-PCR durchgeführt. 42 Infektionen wurden beobachtet (jährliche Inzidenz 8,5%). 28 Frauen wurden sehr früh behandelt, 24 davon innerhalb von 15 Tagen nach der Infektion.

14 Frauen wurden auf eigenen Wunsch nicht behandelt. Das Virusmaximum war mit 10 Millionen Kopien/ml und mehr im Schnitt 10 Tage nach der Infektion erreicht. Der stabile „set point“ stellte sich 3-4 Wochen nach Infektion mit rund 30.000 Kopien/ml ein.

Bei den behandelten Frauen erreichte die maximale Viruslast dagegen nur 40.000 Kopien/ml und lag 30 Tage nach Diagnose unter der Nachweisgrenze. Die CD4-Zahl nahm nur wenig ab und war nach 30 Tagen wieder auf dem Ausgangsniveau. Nur 3/22 von behandelten Frauen hatten Antikörper entwickelt und einen positiven HIV-Test. Es bestand keine Korrelation zwischen maximaler Viruslast und positivem HIV-Test.

Unterschiedlich war auch die Reaktion der CD8-Zellen. Die unbehandelten Frauen zeigten eine schwächere Reaktion der HIV-spezifischen CD8-Zellen, während einige der behandelten Frauen trotz einer geringen Zahl an reagierenden Zellen eine stärkere Immunantwort zeigten.


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