Hepatitis C
11. April 2019
40% der Neuinfektionen bei
HIV-negativen MSM
Die Diagnose war im
Jahr vor der Überweisung in ein Leberzentrum (1-8/2017) gestellt
worden. 24/40 MSM waren HIV-positiv 16/40 (40%) waren HIV-negativ.
HIV-negativen MSM
waren deutlich jünger (34 vs 44 Jahre) und hatten deutlich mehr
Sexpartner im vergangenen Jahr (36 vs 16).
81% der HIV-Negativen benutzen PrEP.
45% hatten
IV-Drogengebrauch, in der Regel Crystal Meth und bei einem Drittel
der Männer hatte auch einmal eine andere Person die Droge injiziert.
Rund 90% hatten Gruppensex und mehr als die Hälfte Fisting. Bei 30%
wurde neben der Hepatitis C noch eine andere STI festgestellt.
Bradshaw
D et al.
Risk
factors and patterns of HCV transmission amongst men who have sex
with men.
25th
Annual Conference of the British HIV Association, Bournemouth,
abstract O023, 2019
rp
Kommentar Dr. Ramona Pauli, München
Das Ergebnis dieser Analyse überrascht
nicht. Die Risikofaktoren sind „klassisch“ und viele andere
Studien haben bereits einen Anstieg von STI unter PrEP gezeigt und zu
denen gehört eben auch die Hepatitis C. Dass fast jeder zweite
Patient mit neuer Hepatitis C HIV-negativ war, kann auf die geringe
Patientenzahl zurückgehen, bedeutet aber dennoch, dass man bei den
STI-Kontrollen unter PrEP auch an die Hepatitis C denken muss. Die
gute Nachricht: Die Männer unter PrEP sind trotz hohem Risiko
HIV-negativ geblieben.
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