Tuberkulose

23.03.2024

RKI aktualisiert Ratgeber zum Welttuberkulosetag

Deutschland gehört bei Tuberkulose zu den sogenannten Niedriginzidenzländern, für die das Ziel der Weltgesundheitsorganisation gilt, die Zahl der Neuerkrankungen bis zum Jahr 2035 auf weniger als 1 pro 100.000 Einwohner zu senken.

2015 und 2016 zeigte sich nach einer langjährig rückläufigen Entwicklung ein Anstieg der Tuberkulose-Fallzahlen und -Inzidenz. Nach wieder abnehmendem Verlauf und Stagnation, die vermutlich auch mit der verringerten internationalen Mobilität während der COVID-19 Pandemie zusammenhängt, registriert das RKI seit 2022 wieder einen Anstieg, von 3.931 im Jahr 2021 über 4.082 im Jahr 2022 auf 4.481 im Jahr 2023. Die Inzidenz betrug zuletzt 5,3/100.000 Einwohner. Auch die Zahl der Tuberkulosen mit Medikamentenresistenzen (RR/MDR-TB), nahm im Jahr 2023 in geringem Ausmaß weiter zu (208 Fälle). Hintergrund für diese jüngsten Entwicklungen ist aktuell insbesondere auch die Zuwanderung schutzsuchender Menschen aus der Ukraine. Dort kommt Tuberkulose mit einer (für 2022 geschätzten) Inzidenz von etwa 90/100.000 und dabei auch die medikamentenresistente Tuberkulose deutlich häufiger vor als in Deutschland.

Weitere Informationen, u.a. Epid. Bulletin 11/2024 mit einem Editorial zum Welttuberkulosetag und aktualisiertem Tuberkulose-Ratgeber: https://www.rki.de/tuberkulose



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